Fluglärm-Debatte
Leuenberger ist gegen ein Pistenausbau-Verbot - wider der Parteidoktrin

Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) ist gegen ein Pistenausbau-Verbot am Flughafen Zürich. Damit stellt er sich gegen seine eigene Partei, die empfiehlt, Ende November ein Ja in die Urne zu legen.

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Ginge es nach Leuenberger, sollen künftig Pisten weiter ausgebaut werden dürfen - auch aus Sicherheitsgründen

Ginge es nach Leuenberger, sollen künftig Pisten weiter ausgebaut werden dürfen - auch aus Sicherheitsgründen

Limmattaler Zeitung

Die Kantonalpartei votiert für die Behördeninitiative wie auch für den Gegenvorschlag, der ebenfalls ein Ausbauverbot verlangt. Über beide Vorlagen entscheidet das Zürcher Stimmvolk Ende November. Er habe sich bereits als Bundesrat für einen nachhaltigen Flugverkehr eingesetzt, so Leuenberger zum «Tages-Anzeiger». Die Zürcher Partei habe teilweise eine andere Haltung, die schweizerische hingegen kaum.

Als Präsident der Swiss-Luftfahrtstiftung sei er vom Bundesrat mandatiert, die Parteipolitik habe da «nichts zu suchen.» Ein Ausbau- Stopp würde die Schweizer Interessen schwächen.

Fronten im Fluglärmstreit verhärtet

«Wir müssen an unsere Bildungsanstalten und an die Kulturbetriebe denken. Sie sind auf Flugverbindungen angewiesen», so Leuenberger weiter. Eine Kapazitätserhöhung bedeute nicht zwingend mehr Fluglärm. Zudem müssten Änderungen an den Pisten auch aus Sicherheitsgründen weiterhin möglich sein.

Dass die Fronten im Fluglärmstreit zwischen der Scheiz und Deutschland weiterhin verhärtet seien, lastet der alt-Bundesrat eher der deutschen Verhandlungstaktik an als der schweizerischen. Zudem wäre es sinnvoller, wenn nicht das Zürcher, sondern das Schweizer Volk über Flughafenfragen abstimme. Das sei auch die Meinung des Bundesrates. (sda)

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