Für viele Jugendliche beginnt im Sommer der sogenannte Ernst des Lebens. Dann nämlich sollen sie eine Lehre in Angriff nehmen. Derzeit suchen noch viele von ihnen intensiv nach einer geeigneten Lehrstelle. Eine Gelegenheit, sich die Traumlehre zu ergattern, bietet sich Jugendlichen aus den Bezirken Dietikon und Affoltern am 13. März am Lehrstellenmarkt in Dietikon. Dieser richtet sich an Sekundarschüler aller Leistungsniveaus und auch an Schüler, die derzeit ein Brückenangebot besuchen.

Am Lehrstellenmarkt können die 15- bis 19-Jährigen einen ersten Kontakt herstellen mit den Lehrbetrieben, die für sie infrage kommen. Markus Eggler, Berufsberater beim Berufsinformationszentrum (biz) Urdorf und leitender Organisator der Börse, spricht von «Speeddatings», die etwa 15 Minuten dauern. Eine Limite, wie viele Vorstellungsgespräche ein Jugendlicher in den zwei Stunden absolvieren darf, gibt es nicht.

Die Liste der vertretenen Betriebe findet sich auf der Website des biz Urdorf. Zur Auswahl stehen beispielsweise Lehren zum Kaufmann beziehungsweise zur Kauffrau, zum Montageelektriker, Automobilfachmann, Elektroinstallateur oder Detailshandelsangestellten. Insgesamt sind es 33 verschiedene Berufe. «Letztes Jahr konnten dank dem Lehrstellenmarkt 34 Schüler eine Schnupperlehre absolvieren und acht fanden eine Lehrstelle», sagt Eggler.

Vorbereitung ist die halbe Miete

Eggler empfiehlt Interessierten, sich im Vorfeld über den ausgewählten Beruf und Betrieb zu informieren. «Die Jugendlichen werden dazu angehalten, angepasst gekleidet mit einem vollständigen Bewerbungsdossier zu kommen», sagt er. Gewöhnlich seien die Jugendlichen schon geübt im Schreiben von Bewerbungsbriefen oder im Auftreten an Vorstellungsgesprächen und fänden daher keine ganz neue Situation vor. «Sie werden von Fachstellen begleitet und erhalten daher Unterstützung in der Vorbereitung», sagt er weiter.

Im Bezirk Dietikon sind gemäss dem Lehrstellennachweis Lena des Kantons Zürich derzeit noch 253 Lehrstellen offen. «Der Lehrstellenmarkt wurde ins Leben gerufen, weil viele Lehrstellen in unseren Regionen nicht besetzt werden und viele geeignete Jugendliche ohne Lehrstelle verbleiben», sagt Eggler. Solange dieses Missverhältnis bestehen bliebe, werde der Lehrstellenmarkt auch in Zukunft fortgeführt. Er findet nach 2016 und 2017 bereits zum dritten Mal statt.