Dietikon

Längere Strassensperrung für den Kinderfasnachtsumzug wäre «unverhältnismässig»

Freiere Bahn für Schneemänner und Fasnächtler gefordert.

Freiere Bahn für Schneemänner und Fasnächtler gefordert.

Der Kinderfasnachtsumzug zieht jedes Jahr viele Besucher an. Jetzt gab es einen Vorstoss, die Strassensperrungen aus Sicherheitsgründen auszudehnen.

Damit der beliebte Dietiker Kinderfasnachtsumzug durchgeführt werden kann, werden für dessen Dauer die Oberdorf-, die Steinmürli- und die Schützenstrasse teilweise oder komplett gesperrt. Diese Sperrungen beginnen nicht früh und dauern nicht lange genug, ist die Meinung vieler Fasnachtsbesucher.

Gemeinderat Manuel Peer (SP) hat sich dem Thema mit einer Interpellation angenommen. Darin heisst es: «Die Sperrungen erfolgen erst im letzten Moment und – kaum, dass die letzte Gruppe passiert ist – werden sie auch schon wieder aufgehoben.» So würden vor dem Umzug noch Autos und Busse durch die wartenden Kinder und Eltern fahren, und unmittelbar danach käme es durch vorbeifahrende Autos zu Gefahrensituationen. Das könne vermieden werden, wenn die Sperrung eine Stunde vorher beginnen und eine Stunde nach dem Ende wieder aufgehoben würde, ist Peer überzeugt.

Eine solche Ausweitung sei «nicht verhältnismässig und den Quartierbewohnern nicht zumutbar», so das Votum der Stadt in ihrer Antwort auf die Interpellation. «Mit einer zusätzlichen zeitlichen Sperrung wären die Strassen, das Staffelacker- und das Weinbergquartier von 13.45 Uhr bis 17.30 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt.» Die Sperrung werde wegen des starken Verkehrsaufkommens am Samstag möglichst kurz gehalten, aber doch so lange, dass keine Personen gefährdet würden. Der Einsatzleiter sei per Funk in Kontakt mit dem Schlussfahrzeug und den Streckenposten und koordiniere die Einrichtung der Sperrung sowie deren Aufhebung, so die Stadt.

Am Schluss werde mit einem Fahrzeug der Feuerwehr das Ende abgesichert. Auch solle der öffentliche Verkehr so kurz wie möglich ausfallen. Die Stadt gab zudem zu bedenken, dass eine Ausdehnung der Strassensperrung finanziell zulasten des Umzugs-Organisationskomitees (OK) ginge. Denn die Stadtpolizei wird von Verkehrsdienstmitarbeitern einer Sicherheitsfirma unterstützt, die das OK bezahlen muss.

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