Dietikon

Kurz nach Eröffnung: Das Bistro des Reformhauses Libergy ist bereits wieder in Gefahr

Baustelle vor der Tür, Trennung dahinter: Das Dietiker Reformhaus Libergy hat Schwierigkeiten.

Baustelle vor der Tür, Trennung dahinter: Das Dietiker Reformhaus Libergy hat Schwierigkeiten.

Ladeninhaber Pascal Bättig und sein ehemaliger Geschäftspartner gehen getrennte Wege. Weil Bättig nun vor einem immer grösser werdenden Berg an Arbeit steht, sucht er dringend einen Ersatz.

Nur zwei Monate nach Eröffnung des Bistros im Dietiker Reformhaus Libergy ist dessen Zukunft schon in Gefahr. Laden­inhaber Pascal Bättig und sein neuer Geschäftspartner Ivano Cultrara, der das Bistro ins Leben gerufen hat, gehen schon wieder getrennte Wege. «Unsere unterschiedlichen Vorstellungen des Bistros haben nicht miteinander harmoniert», sagt Bättig, der das Reformhaus seit fünf Jahren führt. Nun steht er vor einem umso grösseren Berg an Arbeit.

Im September des letzten Jahres sah sich Bättig vor ein Ultimatum gestellt: Entweder findet er einen Partner, der die Hälfte der Ladenmiete übernehmen kann, oder er muss das Reformhaus, das er aufgebaut hat, aufgeben. «Der Laden war zu gross, deshalb wollte ich, dass jemand in den Räumlichkeiten auf eigene Faust ein Bistro führt», sagt er. Sein neuer Geschäftspartner hatte zehn Jahre in der gegenüberliegenden Migros im Löwenzentrum gearbeitet und wollte sich selbstständig machen.

«Er wollte wirklich etwas aus dem Bistro machen»

«Ich half Cultrara finanziell und mit meinen Kontakten beim Aufbau des Bistros. Die Bedingung war, dass das Konzept des Bistros mit dem des Ladens harmonierte», sagt Bättig. Konkret hiess das, dass unter anderem viele vegane, vegetarische oder biologische Produkte angeboten werden mussten. Von nun an brachten die beiden Partner Ideen ein, suchten Lieferanten und gleisten alles auf. «Mein Geschäftspartner wollte wirklich etwas aus dem Bistro machen», sagt Bättig. Doch es funktionierte nicht so wie gewünscht.

Eigentlich freue er sich, dass das Libergy auf einem guten Weg sei, sagt Bättig, der auch einen Lehrling und eine Mitarbeiterin beschäftigt. Er habe viele zufriedene Kunden. Problematisch sei vielmehr der nun immer grösser werdende Arbeitsaufwand für ihn: «Ich arbeite sieben Tage die Woche und hatte seit fünf Jahren fast keine Ferien mehr», sagt er. «Wegen des unvorhergesehenen Zusatzaufwandes für das Bistro kann ich meine Haupt­tätigkeit im Reformhaus nicht perfekt ausführen.»

«Es ist schwierig, einen Partner zu finden»

Nun sucht Bättig jemanden, der das Bistro übernimmt, damit er sich wieder auf den Laden konzentrieren kann. Er habe bereits eine Ausschreibung gemacht und bei Gastrosuisse angefragt, ob sie jemanden für ihn hätten. «Es ist aber schwierig, von heute auf morgen einen passenden Partner zu finden», sagt er. Bis er jemanden findet, möchte Bättig daher Studenten oder Aushilfen stundenweise einsetzen. Zwei ETH-Studenten hätten sich bereits gemeldet. «Bis Ende Jahr kann ich bestimmt noch dieses Arbeitspensum halten, doch dann braucht es eine Lösung, bevor es an ­meine Gesundheit geht», sagt Bättig.

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