Unterengstringen
Kreisel in Unterengstringen werden neu mit serbischen Stechfichten gestaltet

Der Unterengstringer Gemeinderat hat für die Neugestaltung der beiden Kreisel grünes Licht erhalten. Die Gemeindeversammlung hat am Mittwochabend einen Kredit in der Höhe von 113 000 Franken gutgeheissen (az Limmattaler Zeitung von gestern).

Sandro Zimmerli
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Die Skulptur auf dem Kreisel Ost muss bald Fichten weichen.

Die Skulptur auf dem Kreisel Ost muss bald Fichten weichen.

Limmattaler Zeitung

Somit haben sich die Stimmberechtigten für die sogenannte Variante B entschieden. Sie sieht unter anderem vor, den Kreisel West, der beim Gemeindehaus liegt, mit Mammutbäumen zu bepflanzen.

Auf dem Kreisel Ost sollen dereinst serbische Stechfichten stehen. Die dort befindliche Skulptur wird an einen anderen Standort verlegt. Beide Kreisel werden beleuchtet. Zwischen den beiden Kreiseln wird eine Eibenhecke erstellt.

Ausgearbeitet wurde das Projekt vom Gartencenter Hoffmann in Unterengstringen. In Zusammenarbeit mit dem Werkdienst wird es für den Unterhalt besorgt sein. Variante A hätte 55 000 Franken gekostet. Für die Umsetzung wäre der Werkdienst alleine zuständig gewesen. In einer ersten Abstimmung sprachen sich 12 der 110 anwesenden Stimmberechtigten für diese Variante aus. Auf Variante B entfielen 68 Stimmen. In einer zweiten Runde sprachen sich dann 70 Stimmberechtigte für diese Variante aus, 31 waren dagegen.

Die SVP und die RPK waren dagegen

Zu den Gegnern gehörten unter anderem die Rechnungsprüfungskommission und die SVP. Beide waren der Ansicht, dass die derzeitige finanzielle Situation der Gemeinde Zurückhaltung bei Investitionen verlange. Zumal in den nächsten Jahren unter anderem mit dem neuen Gemeindehaus grosse Ausgaben anstünden. Demgegenüber meinte Gemeindepräsident Peter Trombik, dass sich die Gemeinde durchaus auch etwas leisten dürfe.

«Zudem geben die beiden Kreisel derzeit keine gute Visitenkarte für Unterengstringen ab», so Trombik. Auch einige Votanten schlossen sich dieser Aussage an und sprachen sich für eine «richtige» Lösung aus.

Bibliothek hat länger offen

Noch deutlicher fiel das Votum der Stimmberechtigten beim Projekt «Träff» in der Bibliothek aus. Mit einem deutlichen Mehr wurde ein zweijähriger Versuchsbetrieb mit ausgedehnteren Öffnungszeiten gutgeheissen. Ab 2013 wird die Bibliothek wöchentlich nicht mehr 13 Stunden, sondern 30.5 Stunden geöffnet sein. Einerseits will man damit kundenfreundlicher werden, andererseits will man die Bibliothek als Treffpunkt im Dorf etablieren.

Die Idee stammt von einer Tagung mit Vertretern aus ganz Europa, wie Bibliotheksleiterin Karin Baeriswyl erklärte. Dort sei es darum gegangen, wie man eine Bibliothek gestalten könne, damit sie zu einem Dorf-Treffpunkt werde. «In Finnland hat man eine Sauna in eine Bibliothek eingebaut», so Baeriswyl. So weit will man in Unterengstringen nicht gehen. «Wir haben jetzt schon eine Kaffee-Ecke in der Bibliothek. Es ist aber schade, dass wir nur wenig geöffnet haben», sagte Baeriswyl.

Mit der Erweiterung der Öffnungszeiten wird das Teilpensum der vier Bibliothekarinnen von heute 92 Prozent auf neu 170 Prozent erhöht. Der Nettoaufwand wird ab 2013 157 000 Franken betragen. Bislang lag er bei knapp 95 000 Franken.

Ebenfalls genehmigt wurde die Abrechnung für den Ersatz der Trefferanzeige in der Schiessanlage. Sie weist Kosten von rund 121 000 Franken aus.