Nach dem blutleeren Auftritt von Dietikon-Urdorf beim 19:28 gegen Wetzikon war Karsten Hackel schnell aus der Walenbach-Halle verschwunden.

Der Trainer habe daraufhin kaum Nachtruhe gefunden, weil ihn Gedanken über die Situation plagten. Am nächsten Morgen sei der Entscheid gereift, den Bettel per sofort hinzuschmeissen.

«Ich wollte keinen Schnellschuss machen», erklärt der 33-Jährige. Er habe aber bald erkannt, dass er die Mannschaft «in keiner Art und Weise weiterbringen» kann.

Gegen Wetzikon, das vor der Partie in einer ähnlichen Situation war wie der HCDU, habe er einen «Drei-Klassen-Unterschied» festgestellt und seine Konsequenzen daraus gezogen.

Kommt Schoenholzer für die letzten Spiele?

Mannschaft und Vorstand erfuhren am Donnerstagvormittag von Hackels Schritt. Nun muss eine Lösung für die letzten zwei Matches gefunden werden, in denen er eine Minimalchance auf den Verbleib in der 1. Liga hat.

Ein Kandidat zum Einspringen ist Sascha Schoenholzer: Der langjährige HCDU-Trainer und -Spieler, der mittlerweile bei GC Amicitia engagiert ist, hat gegenwärtig Saisonpause, wie er am Rand der Partie in Wetzikon erklärte. Schoenholzer sprang schon vor einem Jahr als Coach ein, als Claude Bruggmann die Limmattaler als Spielertrainer vor dem Abstieg gerettet hatte.

Ein weiterer Kandidat ist Peach Rusert, der die zweite Mannschaft (2. Liga) sowie die Frauen trainiert. Wer das Team nach Ins begleitet, wird sich am Freitag entscheiden.

Besuch im Training

Das Training am Donnerstag leitete Kreisläufer Stefan Galli interimistisch. Die Mannschaft erhielt Besuch von Sportchef Dominik Hari und Marketingchef Heinz Burla, dessen Sohn Daniel im Fanionteam spielt.

Eine offizielle Stellungnahme zu Hackels Abgang war am Donnerstag vor dem Training nicht erhältlich. Es drang lediglich nach draussen, dass es zwischen Trainer und Team seit längerem Reibereien gegeben hat.

Das ist in Anbetracht der sportlichen Situation nicht erstaunlich.