Der Stadtrat muss nun prüfen, wie in allen sieben Schulkreisen der Stadt Zürich gewisse Kindergartenklassen zu einem Mindestanteil von 50 Prozent nach dem Prinzip des Waldkindergartens geführt werden können.

Nach Ansicht der Postulanten bieten Waldkindergärten verschiedene Vorteile: Die Bewegung in der Natur und die intensive Beschäftigung mit ihr sollen die körperliche, geistige und soziale Entwicklung der Kinder fördern. Die Evaluation des 2016 im Schulhaus Manegg im Schulkreis Uto lancierten freiwilligen Waldkindergartens zeige nicht nur den problemlosen Übertritt der Kindergartenkinder in die erste Klasse, sondern auch, dass der Wald eine förderliche Lernumgebung darstelle. Schulvorstand Filippo Leutenegger (FDP) zeigte sich im Rat wenig begeistert von dem Postulat. Es schränke die pädagogische Freiheit der Lehrpersonen ein, sagte er. Auch gerate man schnell mit dem Waldgesetz oder dem Förster in Konflikt. Und nicht alle Eltern seien so begeistert wie die Postulanten. (sda)