Abstimmung ZH

Keine fünfte Ferienwoche für Zürcher Staatspersonal

Keine fünfte Ferienwoche für Zürcher Staatspersonal

Keine fünfte Ferienwoche für Zürcher Staatspersonal

Das Staatspersonal im Kanton Zürich erhält keine zusätzliche Ferienwochen. Die Volksinitiative «Für faire Ferien» wurde am Sonntag mit einem Nein-Anteil von 61,7 Prozent verworfen.

140'682 Stimmberechtigte stimmten für die Initiative der Gewerkschaft VPOD und des Kaufmännischen Verbandes (KV), 226'273 lehnten das Begehren ab. Die Stimmbeteiligung betrug 44,2 Prozent. Für die Volksinitiative waren die linken Parteien sowie EVP und BDP. Abgelehnt wurde sie von SVP, FDP, GLP, CVP und EDU.

Die Initiative forderte für alle Angestellten des Kantons fünf Wochen Ferien. Heute haben 21- bis 49-Jährige vier Wochen. Profitiert hätten bei einer Annahme der Initiative rund 35'000 Angestellte der Verwaltung, der kantonalen Spitäler, der Kantonspolizei und weiterer öffentlich-rechtlicher Anstalten.

Die Volksinitiative habe ein enttäuschendes Resultat erzielt, schreibt der VPOD in einer Stellungnahme. Den Grund dafür sieht die Gewerkschaft in den «zunehmend düsteren Wirtschaftsaussichten». Die Botschaft, dass mit einer zusätzlichen Ferienwoche bestehende Arbeitsplätze gesichert und neue geschaffen werden könnten, sei offenbar nicht durchgedrungen.

Der Trend Richtung fünfte Ferienwoche gehe aber weiter. Der VPOD werde sich weiterhin für die Angleichung der Ferienbedingungen im Kanton Zürich an die übrige Schweiz einsetzen. Insbesondere werde er sich für entlastende Massnahmen bei den Gesundheitsberufen engagieren. Wer rund um die Uhr arbeite, solle nicht schlechter gestellt sein als die Mehrheit der Beschäftigten in der Schweiz.

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