Regierungsrat

«Kein Gartenzwerg als Grüne Dekoration»: Martin Graf will Sitz verteidigen

Martin Graf soll auch in der kommenden Legislaturperiode für die Grünen im Zürcher Regierungsrat sitzen. (Archiv)

Martin Graf soll auch in der kommenden Legislaturperiode für die Grünen im Zürcher Regierungsrat sitzen. (Archiv)

Regierungsrat Martin Graf (Grüne) kandidiert 2015 für eine weitere Amtszeit. Der Vorsteher der Direktion der Justiz und des Innern ist an der Mitgliederversammlung der Grünen Kanton Zürich am Montagabend in Zürich per Akklamation nominiert worden.

Graf betonte, mit ihm habe man "keinen Gartenzwerg als Grüne Dekoration". Er bilde ein Antiprogramm zur Beliebigkeit. Was er sage, entspreche seiner inneren Überzeugung, was er tue, könne er verantworten. Er wolle sich auch in den kommenden vier Jahren mit einer Politik des gegenseitigen Respekts für ein nachhaltiges und liberales Zürich einsetzen.

In seiner ersten Amtszeit beschäftigten Graf unter anderem der Fall des jugendlichen Straftäters "Carlos" sowie der Churer Bischof Vitus Huonder. Wie immer sei Graf auch hier hingestanden und habe sich nicht versteckt, auch im grössten Sturm nicht, sagte Fraktionspräsidentin Esther Guyer. Er sei eben kein politischer Eunuch.

Graf wurde im April 2011 als Vertreter der Grünen in den Regierungsrat gewählt und übernahm die Direktion der Justiz und des Innern vom abgewählten Hans Hollenstein (CVP).

Bevor er Regierungsrat wurde, war Graf seit 1994 Stadtrat und seit 1998 Stadtpräsident von Illnau-Effretikon. Er studierte Agronomie an der ETH Zürich und war in der Schweiz, in Australien und Tansania tätig. (sda)

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