Ende Oktober gaben die Kehrichtverwertungsanlagen (KVA) von Turgi, Buchs und Dietikon bekannt, dass sie eine Zusammenarbeitsvariante abklären, die eine gemeinsame neue KVA im unteren Aaretal oder aber im Aargauer oder Zürcher Limmattal vorsieht. Dafür müssen mögliche Standorte ausgemacht werden.

Daher wurden alle Gemeinden angefragt, die ihren Kehricht an eine der drei KVA liefern. «Es liegen einige Standortmeldungen vor. Wir laden die Gemeinden aber nach wie vor dazu ein, uns ihre Vorschläge mitzuteilen», sagt nun Roger Huber, Präsident der KVA Turgi, die das Projekt initiierte.

Wie gestern mitgeteilt wurde, werden nun die Einzugsgebiete der drei KVA als zusätzliche Massnahme systematisch und parzellenscharf nach möglichen Standorten durchsucht – mithilfe der Geografischen Informationssysteme (Gis) der Kantone Zürich und Aargau –, um sie dann nach Kriterien wie etwa der Lage und der Eigentumsverhältnisse zu bewerten. «Das Gis-Screening soll unsere Auslegeordnung vervollständigen. Dessen Resultate werden zusammen mit den Standortmeldungen ausgewertet. Erst danach können wir uns zu den möglichen Standorten äussern», erklärt Huber.

Kein Ding der Unmöglichkeit

Im Sommer soll die Vorselektion beendet sein, bis Ende Jahr auch die Detailevaluation. Dann stehen die am besten geeigneten Standorte fest. «Die Suche ist eine Herausforderung, aber kein Ding der Unmöglichkeit», so Huber.

Die drei KVA haben sich zur Ergebnisoffenheit verpflichtet – sie können also auch auf die Zusammenarbeit verzichten. Wäre dies der Fall, dürfte die Limeco als Betreiberin der KVA in Dietikon zirka 2035 eine neue KVA im Limmattal bauen. Denn der heutige Standort muss bis dann sowieso aufgegeben werden, da dort wegen Moorschutz-Vorschriften kein Neubau möglich ist. Für diese Standortsuche im Limmattal könnte die Limeco auch auf die Ergebnisse der gemeinsamen Standortsuche zurückgreifen, die jetzt warmgelaufen ist. Eine weitere Zusammenarbeitsvariante wäre ein Grossausbau der KVA in Buchs nahe Aarau.