Gubristtunnel
Karambolagen im Gubristtunnel häufen sich

Auf der Fahrbahn Richtung Bern stiessen am Mittwochabend und Donnerstagmorgen erneut Fahrzeuge aufeinander. Damit steigt die Bilanz auf drei Unfälle innert drei Tagen.

Sophie Rüesch
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Wegen eines Unfalls musste der Gubristtunnel etwa fünf Stunden gesperrt werden (Archivbild)

Wegen eines Unfalls musste der Gubristtunnel etwa fünf Stunden gesperrt werden (Archivbild)

Keystone

Im Gubristtunnel ereigneten sich nach der Frontalkollision von der Nacht auf Mittwoch, die zwei Menschenleben forderte, erneut zwei Unfälle. Am Mittwochabend prallten bei einer Auffahrkollision auf der Fahrbahn Richtung Bern sieben Fahrzeuge aufeinander, wie Stefan Oberlin vom Mediendienst der Kantonspolizei Zürich bestätigte. Verletzt wurde niemand. Wie bereits der tödliche Zusammenstoss vom Dienstagabend ereignete sich der Unfall während dem Baustellenbetrieb bei Gegenverkehr. Der Tunnel wurde während einiger Stunden gesperrt.

Normalerweise erlaubt der Gubristtunnel keinen Gegenverkehr, denn für beide Fahrtrichtungen gibt es eine separate Röhre. Während weniger Stunden in der Nacht kreuzen sich derzeit aber wegen Sanierungsarbeiten die Fahrzeuge, denn der Tunnel kann aufgrund des Verkehrsaufkommens nicht geschlossen werden.

Heute Donnerstagmorgen kurz nach 8 Uhr stiessen auf der Fahrbahn Richtung Bern erneut drei Personenwagen aufeinander; dies jedoch bei Normalverkehr in der zweispurigen Röhre Richtung Bern. Verletzte gab es keine. Da die Fahrzeuge schnell aus dem Tunnel transportiert werden konnten, gab es laut Oberlin nur leichten Rückstau.

Der Gubrist ist mit weit über 110000 Fahrzeugen pro Tag der am stärksten frequentierte Tunnel der Schweiz. Seit Jahren wird eine dritte Röhre gefordert, um die täglichen Stausituationen zu beheben. So wie die Dinge stehen, ist mit der Eröffnung der dritten Röhre aber erst nach 2020 zu rechnen.

Die Verkehrsüberlastung führt nicht nur zu kilometerlangen Staus, sondern auch zu entsprechend vielen Unfällen. Die Kantonspolizei verzeichnete 2009 ganze 120 Unfälle mit 25 Leicht- und 10 Schwerverletzten. 2010 waren es 144 Unfälle mit 37 Leicht- und 6 Schwerverletzten.
Trotz zunehmenden Verkehrsdrucks rund um den Gubrist-Tunnel, ist die Steigerung bei den Unfallzahlen laut Sorg nicht darauf zurückzuführen. Die Unfallzunahme sei nicht erklärbar. Tödliche Unfälle habe es in den vergangenen paar Jahren keine gegeben.