Das Parlament hat gestern ein Postulat von Lorenz Schmid (Männedorf) abgeschrieben. Mit seinem Vorstoss forderte der CVP-Politiker, dass das Universitätsspital Zürich (USZ) sowie die Zürcher Stadtspitäler Waid und Triemli in einer gemeinsamen Organisation als öffentlich-rechtliche Anstalt zusammengeführt werden.

In der Debatte war man sich einig, dass ein erzwungener Zusammenschluss der falsche Weg sei. Kooperationen seien auch so möglich, wie verschiedene Beispiele zeigen würden. Es wurden die Allianz Herzchirurgie, der universitäre Geriatrieverbund Zürich aber auch die Zusammenarbeit in den Bereichen Rheumatologie und Onkologie erwähnt.

Kooperation bisher bescheiden

Diese Formen der Zusammenarbeit wurden allseits begrüsst. Andreas Geistlich (FDP, Schlieren) meinte aber, es sei «sehr bescheiden», was man bisher in Sachen Kooperation erreicht habe. «Das ist nicht genug, um dem Kostendruck standzuhalten», sagte er. Daniel Häuptli (GLP, Zürich) sprach vom berühmten «Tropfen auf den heissen Stein», und Markus Schaaf (EVP, Zell) machte eine «verpasste Chance» aus.

Postulant Schmid sagte, er wollte zunächst die Struktur schaffen, um eine Zusammenarbeit zu erzwingen. Das funktioniere offenbar nicht. Die Struktur könne nur auf eine funktionierende Zusammenarbeit folgen. (pag)