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Kanton Zürich blockt: Durchführung von Zurich Openair weiter unsicher

Die Organisatoren des zweiten Zürich Openair haben noch nicht grünes Licht. Zwar haben die Gemeinden Rümlang und Opfikon den Anlass für diesen Sommer bewilligt, doch nun schaltet sich der Kanton ein. Der Grund: Ihr gehöre das Land.

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Keystone

Das zuständige Immobilienamt habe die Veranstalter für Ende Juni zu einer Sitzung eingeladen. Dort sollen verschiedene Auflagen bekanntgegeben und besprochen werden, teilte die Baudirektion am Mittwoch mit. Die Organisatoren hätten noch nicht auf die Einladung reagiert.

«Sollten sie den Termin nicht wahrnehmen und die Erfüllung der Auflagen nicht garantieren, werden wir keine Bewilligung erteilen», sagte Thomas Maag, Mediensprecher der Baudirektion. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sei er skeptisch, ob der Anlass stattfinde.

Der Kanton fordert von den Verantwortlichen gemäss Maag unter anderem, bauliche Auflagen zur Bodenbeschaffenheit zu erfüllen. Zudem müssten ein Konzept für den Anschluss des öffentlichen Verkehrs vorgelegt und Lärmvorschriften eingehalten werden.

Die Organisatoren werden an die Sitzung kommen, wie Rolf Ronner vom Organisationskommitee auf Anfrage sagte. «Wir wollen die Auflagen erfüllen.»

Letztes Jahr fast 40'000 Besucher

Beim Freiluftfestival im letzten Sommer waren die Besucher buchstäblich im Schlamm versunken. Gummistiefel waren in der ganzen Stadt Zürich ausverkauft und Dreckspuren bis in die Stadt sichtbar. Am Openair kam es zu Wasser- und Stromausfällen. 2010 fand der Anlass nicht statt.

Letzten Sommer hatten knapp 40'000 Personen das Festival besucht. Während drei Tagen musizierten 45 Bands. Auf dem Programm standen vor allem Indie-Rock und Elektro. Das Openair fand auf einem 92'000 Quadratmeter grossen Gelände zwischen Opfikon und Rümlang statt.

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