Armee

Jubiläum: Die Armee gibt Einblick in ihre Arbeit

Zum 25-Jahr-Jubiläum des Waffenplatzes Zürich-Reppischtal in Birmensdorf wurde die Bevölkerung eingeladen. Die Armee bietet einen spannenden Einblick auf ihre Methoden.

Auf der Fahrt zum Waffenplatz Reppischtal kommt der Shuttlebus erst einmal in eine militärische Verkehrskontrolle. Da stehen zwei Radschützenpanzer mit einem Maschinengewehr – umgeben von einigen Infanterie-Durchdienern mit ihren Sturmgewehren. Nachdem der Fahrer von den Soldaten weitergewunken worden ist, geht die Fahrt weiter zum Demonstrationsplatz, wo bereits zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer Platz genommen haben. Heiss brennt die Sonne auf den Platz. Soldaten verteilen Mineralwasser und Gehörschutzpfropfen.

In einer ersten Demonstrationsphase wird vorerst noch keine Munition verwendet. In einer zweiten Runde kommen dann aber sämtliche Infanteriewaffen zum Einsatz. Die Übung wartet mit verschiedenen Szenarien auf. Da fährt zuerst ein blauer Kleinbus zum Checkpoint, an dem der Chauffeur und dessen Ladung kontrolliert werden. «Wir sind vom Militär», sagt ein Soldat mit nach hinten gehängter Waffe zum Fahrer. Ein Nagelband verhindert eine mögliche Flucht. «Sicher und überlegt, aber konsequent muss dies alles durchgeführt werden», erklärt ein Sprecher diesen ersten Teil der Übung.

Pfefferspray und Rettungskräfte

Weiter geht die Vorstellung mit einem verbaler Angriff eines jungen Mannes. «Gehen Sie zurück!», befiehlt ein Soldat, «ansonsten muss ich sprayen». Blitzschnell zwingen die Durchdiener den Renitenten zu Boden: «Hinunter, aber sofort – sofort!», schreien die Männer. Sie verwenden den Pfefferspray und führen den Mann schliesslich zum Durchsuchen ab. Bei der nächsten Übung kommen Maschinengewehre, Panzerfäuste und Nebelgranaten zum Einsatz. Ein Soldat wird bei dieser Übung vermeintlich angeschossen. Rettungskräfte tragen den Verletzten in den Schützenpanzer.

Thomas Frei, der Projektleiter dieser Gesamtübung, sagt nach dem Einsatz im Reppischtal: «Für mich war es eine gelungene Übung, die dem Publikum einen Einblick ins ganze Spektrum der Infanterie-Durchdiener vermittelte.» Er sei mit der Durchführung der Szenarien sehr zufrieden, obschon sich die Soldaten nur zwei Tage für diesen Einsatz hätten vorbereiten können. Doch bei einer Ausbildung von dreihundert Diensttagen sollte dies für die Infanterie-Durchdiener kein Problem sein.

Effiziente Waffen

Auch der Dietiker Stadtrat Heinz Illi meint: «Ich bin von diesem Einsatz begeistert und beeindruckt.» Man sehe, dass die heutigen Waffen sehr effizient eingesetzt würden.

Nach den Übungen läuft auf dem Platz der Kaserne Birmensdorf ein vielfältiges Programm. Historische Armeefahrzeuge können bewundert werden, Soldatenzimmer und die Feldpost warten darauf, inspiziert zu werden; ein Armeeshop hält allerlei Militärisches feil.

Insgesamt war der Tag der Bevölkerung auf dem Waffenplatz Zürich-Reppischtal in Birmensdorf eine gelungene Demonstration der Tätigkeiten der Armee. «Jetzt weiss ich wenigstens, wofür meine Steuergelder verwendet werden», meinte denn auch ein Zuschauer.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1