Dietikon
Joss und Wiederkehr sind die Aktivsten im Parlament

Eine Auswertung der 2011 eingereichten Vorstösse zeigt, welche Dietiker Gemeinderäte am fleissigsten waren: Besonders aktiv haben dabei Ernst Joss (Alternative Liste) und Josef Wiederkehr (CVP) parlamentarische Vorstösse beantragt.

ladina Trachsel
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Ernst Joss (Alternative Liste)

Ernst Joss (Alternative Liste)

Im Jahr 2011 haben die Dietiker Gemeinderatsmitglieder das Parlament mit individuellen Vorstössen ganz schön auf Trab gehalten. Insbesondere Kleine Anfragen und Interpellationen wurden viele eingereicht, wie aus dem Geschäftsbericht 2011 der Stadt Dietikon hervorgeht.

Besonders aktiv haben dabei Ernst Joss (Alternative Liste) und Josef Wiederkehr (CVP) parlamentarische Vorstösse beantragt. Beide haben deren je sieben eingereicht, wobei eine grosse Zahl der restlichen Gemeinderatsmitglieder jeweils nur einen bis drei Anträge eingereicht haben. Wiederkehr hat sechs Kleine Anfragen und eine Motion beantragt, wohingegen Joss drei Kleine Anfragen und drei Interpellationen sowie ein Postulat eingereicht hat.

Auch Philipp Müller war fleissig

Neben Joss und Wiederkehr hat zudem Jungpolitiker Philipp Müller (FDP) fleissig Vorstösse formuliert. Insgesamt waren es deren vier, davon zwei Postulate, eine Kleine Anfrage und eine Interpellation. Müllers Bilanz überrascht deshalb, weil er erst vor zwei Jahren in den Rat gewählt wurde. Denn oft sind Neulinge anfangs eher etwas ruhiger.

Einige Parlamentarier bleiben aber nicht nur zu Beginn ihrer politischen Karriere im Hintergrund. Dies ist im Geschäftsbericht deutlich zu erkennen: 12 von den insgesamt 36 Dietiker Gemeinderatsmitgliedern haben 2011 keinen einzigen Vorstoss gewagt; 21 Mitglieder haben einen bis drei Vorstösse eingereicht. Somit ist die grosse Mehrheit eher zurückhaltend, wenn es darum geht, die Initiative zu ergreifen.

Nun stellt sich die Frage, wie viel in einen solchen Vorstoss finanziell und zeitlich investiert werden muss. Daniel Müller, Stellvertreter der Stadtschreiberin und Ratssekretär der Stadt Dietikon, sagt auf Anfrage, dass bisher noch keine systematische Erhebung diesbezüglich durchgeführt wurde. Zudem komme es stark auf den Abklärungsbedarf der einzelnen Vorstösse an. Unklar sei auch, welche Faktoren man bei der Errechnung mit einbeziehen müsse, sagt er.