Weiningen

Jetzt geht der Abbruch-Bagger dem Gewerbehaus Gubrist an den Kragen

Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten wird nun ein Drittel des Gewerbehauses Gubrist dem Erdboden gleichgemacht.

Die Vorarbeiten waren bereits am 2. August gestartet. Gestern Nachmittag kurz vor 15 Uhr war es dann so weit: Der erste Abbruch-Bagger ist beim Gewerbehaus Gubrist aufgefahren, um sich an diesem gütlichzutun. Bis Weihnachten wird er voraussichtlich seine Aufgabe erledigt und einen Drittel des Gewerbehauses vertilgt haben. So viel muss weg, damit die drei neuen Autobahnspuren Platz haben, die hier ab 2022 der neuen dritten Gubrist-Tunnelröhre entspringen.

Die Vorarbeiten waren aufwendig. Zum Beispiel mussten die Leitungen im abzureissenden Gebäudeteil so entfernt werden, dass Strom, Wasser und so weiter im bestehenbleibenden Gebäudeteil weiterhin funktionieren. «Würden wir das Gebäude als Ganzes abreissen, ginge das natürlich schon schneller», sagt Marco Knecht, Projektleiter beim Bundesamt für Strassen (Astra).

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Der Abbruch-Bagger beginnt, das Weininger Gewerbehaus Gubrist zu vertilgen

Zudem mussten dort, wo das Gebäude nach dem Teilabbruch enden wird, bereits die neuen Wände gebaut respektive betoniert werden. Und diese neuen Wände waren natürlich auch auf ein neues Fundament angewiesen. «Viele der Vorarbeiten liefen im Gebäudeinnern. Deshalb hat man sie nicht gesehen», erklärt Peter Schmid. Er ist Oberbauleiter im Los 1 der Gubrist-Bauarbeiten. «Im Untergrund musste zudem oft mit Kleingeräten gearbeitet werden, da man aus Platzgründen nicht mit grossen Baugeräten reinfahren konnte», sagt Schmid weiter.

Bauarbeiter schneiden Bodenplatten, damit sie an der richtigen Stelle brechen

Dafür steht seit gestern der Abbruch-Bagger mit seiner monströsen Klaue im Grosseinsatz. Zuerst holt er die Betonbrüstung des ersten Obergeschosses auf den Boden. Währenddessen schneidet ein Bauarbeiter die Bodenplatten des ersten Obergeschosses, auf dass dieses dann an der richtigen Stelle schnell zusammenbricht, sobald der Bagger dort seine gefrässige Klaue anlegt. Nun wird das Gewerbehaus Gubrist jeden Tag etwas anders respektive kleiner aussehen.

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So zermalmt der Abbruch-Bagger die Beton-Brüstung des ersten Obergeschosses

Das Astra hatte das Gebäude im Hinblick auf die Gubrist-Bauarbeiten von der Gewerbehaus-Genossenschaft abgekauft. Ein Investorenwettbewerb von Bund, Kanton und Gemeinde soll zeigen, was mit den beiden verbleibenden Dritteln des Gebäudes passieren soll.
Das Astra hat zwar schon viele Strassen und Tunnels gebaut. Aber was jetzt beim Gewerbehaus passiert, ist dann eben doch speziell, da die Strassenbauer ihr angestammtes Gebiet, den Tiefbau, verlassen: «Dieser Teilabbruch hat für uns etwas sehr Exotisches. Normalerweise reissen wir nicht ab, sondern bauen neu», sagt Projektleiter Knecht.

Hanspeter Haug sprengt heute

Während sich der Abbruch-Bagger nun beim Gewerbehaus Gubrist weiter Stück für Stück voranknabbert, sorgt Hanspeter Haug (SVP), Gemeindepräsident von Weiningen, für den Knall des Jahres: Er wird heute in Regensdorf den Knopf drücken, der die erste Sprengung für die dritte Tunnelröhre auslöst.

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Von etwas weiter weg sieht man, dass sich noch ein kleinerer Abbruch-Bagger direkt am ersten Obergeschoss zu schaffen macht

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