Geroldswil
Jahresrechnung 2017: Statt deutlichem Minus resultiert ein kleines Plus

Im vergangenen Jahr erzielte die Gemeinde einen Gewinn von gut 200'000 Franken und übertraf damit das Budget klar. Die steigenden Kosten im Gesundheits- und Sozialbereich belasten den Gemeindehaushalt aber weiterhin.

Florian Schmitz
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Die Gemeinde Geroldswil erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn und übertraf damit das Budget deutlich. (Archiv)

Die Gemeinde Geroldswil erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn und übertraf damit das Budget deutlich. (Archiv)

Limmattaler Zeitung

Die Geroldswiler Rechnung 2017 schliesst mit Ausgaben von 20,1 Millionen Franken und Einnahmen von 20,3 Millionen Franken, wie der Gemeinderat mitteilt. Das daraus resultierende Plus von gut 200'000 Franken liegt deutlich über dem budgetierten Minus von 1,2 Millionen Franken. Die Abweichung zum Voranschlag beträgt sogar 1,9 Millionen, weil die Gemeinde im Rechnungsergebnis zusätzlich 500'000 Franken abgeschrieben hat.

Das verbesserte Resultat ist aufgrund diverser Budgetposten zustande gekommen. Die erwarteten Steuererträge von 7,32 Millionen Franken wurden um 400'000 Franken übertroffen. Dies vor allem dank Nachzahlungen aus früheren Jahren, die um fast 250'000 Franken höher als geplant ausfielen. Ebenfalls zur guten Bilanz trugen die 1,2 Millionen Franken Gewinn aus Grundstückgewinnsteuern sowie Einsparungen von einer Million Franken auf verschiedenen Positionen bei. Steigende Kosten im Gesundheits- und Sozialbereich – die den Haushalt mittlerweile mit 5,5 Millionen Franken belasten – verhinderten laut Mitteilung ein noch besseres Ergebnis.

Die Investitionsrechnung schliesst netto mit Ausgaben von 770'000 Franken. Davon entfallen rund 550'000 Franken auf die gebührenfinanzierten Werke Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Insgesamt wurden rund 172'000 Franken weniger investiert als im Budget geplant. In den nächsten zwei bis drei Jahren liegt der Investitionsfokus auf der Realisierung des Baufelds Ost im Dorfzentrum.

Rechnung hat sich stabilisiert

Dank Sparanstrengungen, überdurchschnittlichen Grundstückgewinnsteuern und leicht höheren Steuererträgen habe sich die Rechnung in den vergangenen zwei Jahren «etwas stabilisiert», schreibt der Gemeinderat weiter. «Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt während der Jahre 2015 bis 2017 immerhin wieder gute 98 Prozent.» Per Ende 2017 weist die Gemeinde ein Eigenkapital von 16,1 Millionen Franken auf. Die Rechnung wird den Stimmberechtigten an der nächsten Gemeindeversammlung vom 4. Juni zur Genehmigung vorgelegt.