Dietikon
Ist Not am Mann, sind die Helfer vor Ort

Ist Not am Mann, sind die Helfer vor Ort, denn in Dietikon wird nicht Feuerwehr gemacht, sondern Feuerwehr gelebt. Ein eindrückliches Engagement legt die Feuerwehr an ihrer Hauptübung an den Tag.

Christoph Merki
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Feuerwehr Dietikon
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Feuerwehr Dietikon

Die Retter in der Not. Steht der Kochherd in Brand oder ist der Keller überflutet, die Männer und Frauen der Feuerwehr Dietikon sind bereit. Dies haben sie an der Hauptübung am Samstag eindrücklich bewiesen. Das Einsatzspektrum der auch als Stützpunktfeuerwehr fungierenden Gemeinschaft schliesst ebenfalls Ölwehren in der Limmat oder Strassenrettungen auf der Autobahn nicht aus.

Ist Not am Mann, sind die Helfer vor Ort, denn in Dietikon wird nicht Feuerwehr gemacht, sondern Feuerwehr gelebt. Von insgesamt 105 eingetragenen Aktivisten nahmen 96 an der Hauptübung teil, verkündete der Oberkommandant, Major Roland Graf stolz: «Das ist sensationell.»

Einsatzübung als Höhepunkt

Eine Hauptübung ist jeweils gleichzeitig auch für die Bevölkerung eine gute Gelegenheit, den Feuerwehrleuten bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Hautnah haben sich so interessierte Dietiker Bürger an verschiedenen Posten ein Bild machen können. Ob nun am Kran eine Tiefenrettung ausgeführt, die Pioniere mit schwerem Werkzeug hantierten oder das Tanklöschfahrzeug in Aktion war, die freiwilligen Retter überzeugten mit sichtbarer Kompetenz.

Als Höhepunkt galt jedoch sicherlich die Einsatzübung: zwei brennende Häuser, kombiniert mit einem Verkehrsunfall – für das gesamte Team eine Herausforderung. Insgesamt 14 Fahrzeuge waren im Einsatz, unter anderen auch der neue schnittige Quad, mit welchem Einsatzleiter Peter Stapfer und sein Fahrer Marcel Harrer als erste auf dem Schadenplatz eintrafen.

«Uns hat sehr gefallen, was wir gesehen haben», urteilten nach der Übung die Experten der Gebäudeversicherung Zürich, Kari Rusterholz und Björn Linsi. Das gute Zusammenspiel ist jedoch nicht nur einfach professionelle Arbeit, die Feuerwehmänner und -frauen sind mit Herzblut dabei. «Es hat uns einfach den Ärmel reingenommen», versuchte Sarah Schlapp ihre Begeisterung in Worte zu fassen. «Auch als Frauen werden wir hier akzeptiert und ausserdem kann man in der Feuerwehr auch grosse Autos fahren», schmunzelte ihre Kollegin, Ramona Haupt.

Traditionsgemäss beendete der grosse Corso durch Dietikon, angeführt von der Stadtmusik, auch die diesjährige Hauptübung. «Ich gratuliere ihnen für ihr Engagement, es ist einfach wahnsinnig», überbrachte Stadtrat Heinz Illi den Dank und die Wertschätzung vonseiten der Politik.

Total 149 Einsätze

Zu insgesamt 149 Einsätzen wurde die Feuerwehr Dietikon im vergangenen Jahr gerufen, dabei wurden 12 Personen und 20 Tiere geborgen. Dazu gehörte ebenso ein Kätzchen, welches von Ramona Haupt mit der imposanten Autodrehleiter (ADL) von einem Balkon vor den Flammen in Sicherheit gebracht wurde.

Für die Angehörigen der Feuerwehr aber war noch lange nicht Schluss. Im Kirchgemeindehaus St.Agatha wurde der wohlverdienten Kameradschaftspflege nach getaner Arbeit Rechnung getragen.