Eishockey

Interner Kandidat siegt: Thomas Heldner neuer Headcoach des EHC Urdorf

Neuer Chef hinter der Bande: Thomas Heldner.

Neuer Chef hinter der Bande: Thomas Heldner.

Von der Absenzenliste auf den Trainerposten: Der rekonvaleszente Thomas Heldner (44) ist neuer Trainer des Zweitligisten EHC Urdorf. Er löst François Wartenweiler ab, der demissioniert hat, nachdem ihm die Mannschaft nicht mehr vertraut hat.

Der EHC Urdorf hat ein illustres neues Trainertrio. Thomas Heldner (44) übernimmt als Headcoach, assistiert von Sandro Duttweiler (43) und Adrian Casutt (43).

Die drei Oldies standen noch bis vor kurzem für die «Stiere» auf dem Eis, hatten aber schlechte oder keine Zukunftsaussichten mehr als Spieler im Fanionteam: Heldner wegen einer neuerlichen Knieoperation, Duttweiler, weil er als Auslaufmodell auf Aufrührer von Sportchef Ruedi Haas aus dem Kader gestrichen worden war, Casutt war eigentlich bei den Senioren und spielte nur noch auf Abruf für die Aktiven.

Der Wechsel nur vier Tage vor dem Saisonstart wurde nötig, nachdem François Wartenweiler nach nur fünf Monaten zurücktrat.

Dies, weil der Neuling im Aktivbereich vermutlich gemerkt hat, dass die Mannschaft nicht mehr hinter ihm steht respektive er seine Glaubwürdigkeit verloren war. Mit ihm hat auch sein Fürsprecher Ruedi Haas den Hut genommen.

Dani Hüni hilft mit

Dessen Funktionen im administrativen Bereich übernimmt teilweise Dani Hüni. Dieser war von 2010 bis im vergangenen Frühling Trainer und hielt den EHCU nach dem Aufstieg am grünen Tisch zwei Saisons in der 2. Liga, bevor er wegen Familienplänen zurücktrat. Jetzt unterstützt er seinen vormaligen Co-Trainer Heldner.

Thomas Heldner war nicht der einzige Kandidat für die Nachfolge von Wartenweiler. Mit Reto Bachofner, langjähriger Nachwuchschef von Illnau-Effretikon, präsentierte der Vorstand einen Alternativkandidaten.

Nach einem Treffen am Dienstagabend mit den beiden Kandidaten entschied sich Vereinspräsident Thomas Leimgruber schliesslich für die von der Mannschaft vorgeschlagene Lösung mit Heldner und Co.

Heldners Lebensanalyse

Heldner hatte eigentlich bereits mit der kommenden Eishockeysaison abgeschlossen – «jetzt ging alles sehr schnell», bemerkt der Ex-Internationale treffend.

«Ich habe mir 20 Stunden Zeit gelassen, mein Leben zu analysieren, um zu sehen, ob ich genug Zeit für diese Aufgabe finden kann. Dabei kam ich zum Schluss: Es geht.»

Von der Mannschaft hat sich Heldner am Dienstag im Training erstmals überhaupt ein Bild machen können. Schon am Samstag beginnt die Meisterschaft mit dem Spiel in Bäretswil gegen Dürnten (20 Uhr).

Zum Glück für Heldner und auch das Team sind die Erwartungen nicht sehr hoch, was das Abschneiden in dieser Partie betrifft.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1