Neubau Alterszentrum

In Schlieren erhalten die Spielplätze mehr Fläche als bisher

Das Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb heisst «Der Himmel ist grün». Der beliebte Spielplatz wird nicht aufgehoben, aber auf verschiedene Standorte verteilt.

Das Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb heisst «Der Himmel ist grün». Der beliebte Spielplatz wird nicht aufgehoben, aber auf verschiedene Standorte verteilt.

Durch den Neubau des Alterszentrums in Schlieren wird der beliebte Spielplatz nicht aufgehoben, aber auf verschiedene Standorte im Stadtpark verteilt. Die Gesamtfläche soll dadurch grösser werden.

Die Schlieremer SP-Gemeinderätin Rixhil Agusi war irritiert, als sie das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs für den Neubau des Alterszentrums sah. Der Grund dafür ist nicht die Architektur von «Der Himmel ist grün», wie der Name des Entwurfs lautet, sondern der fehlende Spielplatz neben dem markanten Neubau. «Ausgerechnet dieser Spielplatz, der von der Bevölkerung am meisten benutzt wird, soll gemäss vorliegendem Projekt nicht ersetzt werden?», schrieb sie in einer Kleinen Anfrage an den Stadtrat. Sie wollte wissen, wie dessen Pläne genau aussehen.

In seiner Antwort schreibt der Stadtrat, dass die Spielplatz-Fläche in der Grünen Mitte gesamthaft zunehmen solle. Wo diese neuen Flächen aber erstellt würden, sei offen. «Es sind mehrere Ersatzspielanlagen vorgesehen, die insgesamt deutlich mehr Spielfläche anbieten als der heutige Spielplatz.» Dabei könne es sinnvoll sein, den Kleinkinderspielplatz örtlich von einem Kinder- und Jugendspielplatz zu trennen.

Projekte koordiniert, aber finanziell unabhängig

Wie sich der Aussenraum um das geplante Alterszentrum gestalten soll, erarbeitet man derzeit gemeinsam mit der Pro Juventute. Seit vergangenem Jahr werden partizipative Anlässe organisiert, in welchen Senioren und Kinder ihre Ansprüche an den Aussenbereich anbringen. Agusi erkundigte sich zudem nach der Finanzierung der geplanten Anlage. Konkret wollte sie wissen, ob diese an den Bau des Alterszentrums, das rund 40 Millionen Franken kosten soll, gekoppelt sein wird. Zwar werden die beiden Projekte koordiniert. Dennoch erfolgen sie bezüglich der Kredite separat voneinander, schreibt der Stadtrat. Weiter verweist er darauf, dass in der Finanzplanung Mittel für die Umsetzung des Spielplatzkonzepts ausgewiesen seien. «Dabei ist die Erneuerung des Spielplatzes im Stadtpark eine von mehreren Sanierungsmassnahmen, mit denen alle städtischen Spielplätze aufgewertet werden sollen», so der Stadtrat. Zusätzliche Mittel für die weiteren Spielanlagen in der Grünen Mitte würden erstmals in der ­Finanzplanung 2020 bis 2024 aufgenommen. Dass die Aufwertung von Spielplätzen beim Parlament nicht oberste Priorität geniesst, zeigte die Budgetsitzung im vergangenen Dezember. Damals strich die Mehrheit des Gemeinderates einen Posten von 50'000 Franken bei der Abteilung Werke, Versorgung und Anlagen. Mit diesem Geld hätte die weitere Umsetzung des Spielplatzkonzepts geplant werden sollen.

Die Bauarbeiten für das Alterszentrum und die neuen Spielanlagen werden zeitlich koordiniert, wo dies möglich und sinnvoll ist, schreibt der Stadtrat. «So können die neuen Spielanlagen – oder zumindest Teile davon – voraussichtlich Mitte 2023 in Betrieb genommen ­werden.» Voraussichtlich Ende 2023 werde der bestehende Spielplatz abgebrochen. «Es wird also gewährleistet, dass während der Bauzeit des Alterszentrums bereits Ersatzspielflächen zur Verfügung stehen.»

«Mit den Plänen und dem Vorgehen des Stadtrates bin ich zufrieden», sagt Agusi auf Nachfrage. Ihr sei es bei der Anfrage darum gegangen, sicherzustellen, dass in diesem Bereich wieder ein Spielangebot erstellt wird. Diese Bestätigung habe ihr der Stadtrat mit seiner Antwort nun erteilt. «Ich hoffe, dass das Gemeindeparlament im Bereich Spielplätze künftig keine weiteren Budgetstreichungen vornehmen wird», sagt Agusi weiter.

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