FC Oetwil-Geroldswil

Vor elf Jahren gründete Nadine Tobler zusammen mit einer Kollegin das erste Juniorinnenteam des FC Oetwil-Geroldswil. Heute ist sie Captain des Frauenteams, das in der 4. Liga aktiv ist. Vor gut zwei Jahren kamen die B-Juniorinnen hinzu. «In beiden Mannschaften ist es nach wie vor ein Problem, ein genügend breites Kader zu stellen», sagt Präsident Massimo Di Giovanni. Deshalb lege der Verein derzeit den Fokus vor allem auf die Rekrutierung neuer Spielerinnen. So hat der FCOG kürzlich einen öffentlichen Aufruf gestartet. Wie bei den meisten Vereinen sind auf den untersten Juniorenstufen auch einige Mädchen aktiv. «Das funktioniert sehr gut, solange sie keinen grossen körperlichen Nachteil haben», sagt Di Giovanni.

FC Dietikon

Der FC Dietikon steigt mit einem C-Juniorinnenteam in die neue Saison. Die B-Juniorinnen werden aus Spielerinnenmangel nicht mehr antreten. Im Alter von 16 oder 17 Jahren sei die Gefahr am grössten, dass Spielerinnen den Verein verlassen, weil wichtige Lebensentscheide anstehen und sie sich umorientieren, sagt Juniorenobmann Pascal Stüssi. Dennoch hat der FC Dietikon grosse Pläne für Mädchen. «Mehr Juniorinnenfussball ist ein wichtiges Ziel für unsere Zukunft», sagt Stüssi. Deshalb wolle der FC Dietikon bewusster Mädchen ansprechen. Die Basis dafür sei da, heute würden sich viel mehr Mädchen für Fussball begeistern, so Stüssi. Das sehe er nicht zuletzt bei seinen eigenen Töchtern. Es sei wichtig, gute Strukturen aufzubauen, damit die Teams nicht zu stark von einzelnen Spielerinnen abhängig seien. Vielleicht entsteht in Zukunft dann auch wieder ein Frauenteam. Dieses musste 2008 aufgelöst werden.

FC Birmensdorf

Im Herbst 2017 nahm beim FC Birmensdorf nach längerer Zeit wieder ein Mädchenteam das Training auf. Die Initiative geht zurück auf Gabriella Florin, die gleich selbst das Traineramt übernahm. In ihrer ersten Meisterschafts-Saison erreichten die D-Juniorinnen in ihrer Gruppe gleich den zweiten Platz. Trotz enger Platzverhältnisse stösst auf die neue Saison hin ein E-Juniorinnen-Team dazu. Das erste Mädchenteam des FCB tritt dann bei den C-Juniorinnen an. Rund 35 Spielerinnen laufen für den FC Birmensdorf auf. «Ich glaube, auch bei jungen Mädchen ist Fussball mittlerweile die Sportart Nummer eins», sagt Florin. Wichtig sei auch, dass die Vereine gute Strukturen für Frauen- und Mädchenfussball bieten würden und die Spielerinnen aktiv mit in den Verein einbeziehen.

FC Uitikon

Im März hat beim FC Uitikon das erste Mädchenteam mit zehn Spielerinnen sein Training aufgenommen. Davor spielten bei den E- und F-Junioren vereinzelt Mädchen mit. «Leider waren es immer zu wenig, um ein Team zu bilden. So gingen die Mädchen ab dem D-Juniorenalter zu reinen Mädchenteams», sagt Präsident Martin Cincera. «Jetzt hoffen wir, dass wir das Team lange zusammen halten können». Der FC Uitikon hätte laut Cincera gerne mehr Juniorinnen-Teams. Die Infrastruktur und die nötigen Kapazitäten seien auf dem Sürenloh vorhanden.

FC Urdorf

Die engen Platzverhältnisse auf der Weihermatt seien der einzige Grund, wieso beim FC Urdorf keine Mädchenteams spielen, sagt Präsident René Janz: «Sobald wir einen zusätzlichen Kunstrasen haben, wird dies sofort in Angriff genommen.» Die Chancen dafür stehen gut. Vor rund zwei Wochen hat die Gemeindeversammlung einstimmig eine Einzelinitiative angenommen, die mehr Kapazitäten für den Fussball und andere Sportvereine fordert. Innerhalb von 18 Monaten muss der Gemeinderat nun eine Vorlage ausarbeiten und der Gemeindeversammlung vorlegen. «Die Nachfrage ist riesig. Es besteht Potenzial zur Gründung von drei bis vier Teams mit rund 60 Mädchen», sagte FCU-Sportchef und Mitinitiant Leandro Cicolecchia an der Gemeindeversammlung.

FC Engstringen

Beim FC Engstringen spielen keine rein weibliche Teams. Auch nach der Sanierung der FCE-Heimstätte Brunewiis seien die Platzverhältnisse eng und getrennte Garderoben für Mädchen fehlen. Bei den E-Junioren spielen eigene Mädchen, denen später ein Wechsel zu Schlieren oder Oetwil-Geroldswil empfohlen wird, sagt Präsident Heinz Setz. Bisher sei das Interesse bei den Mädchen nicht gross genug gewesen, um eine ganzes Team zusammenzustellen. Wäre dies der Fall, würde man die Gründung eines Mädchenteams nochmals genau prüfen.