Der Limmattalbahn-Verwaltungsratspräsident und SVP-Nationalrat Hans Egloff kam mit guten Nachrichten in den grossen EKZ-Saal auf der Dietiker Grien-Insel. «Bis jetzt sieht es so aus, dass wir die Kosten deutlich unterschreiten werden», sagte er in Bezug auf den laufenden Bau der ersten Etappe der Limmattalbahn. Zudem hätten die Bauarbeiten derzeit sechs Wochen Vorsprung auf den eigentlichen Terminplan, sagte Egloff den Anwesenden der Generalversammlung des Industrie- und Handelsvereins Dietikon (IHV). Auch die seit Mitte 2017 laufenden Detailplanungen zur zweiten Etappe von der Geissweid Schlieren bis zum Bahnhof Killwangen Spreitenbach kommen voran: Im Herbst dieses Jahres soll die Submission starten.

Auch die zweite Abstimmng zur zweiten Limmattalbahn-Etappe von Schlieren bis Killwangen war ein Thema: So wurde bereits ein Verein gegründet, der Widerstand gegen die Volksinitiative mache, wie Egloff sagte. Als Präsident fungiert der Dietiker CVP-Kantonsrat und IHV-Präsident Josef Wiederkehr. Ein Komitee wird die Kampagne gegen die Initiative führen, in Zusammenarbeit mit der Limmatstadt AG respektive deren Geschäftsführerin Jasmina Ritz.

Zudem ging Egloff auf die bevorstehenden Bauarbeiten für die zweite Etappe und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft ein: «Auch in Dietikon gilt, dass für jeden Parkplatz, der während der Bauzeit nicht zur Verfügung steht, eine Alternative geboten wird.» Wenn irgendetwas schief laufe, solle man sich sofort bei der Limmattalbahn AG melden. Egloff versprach, dass er alles dafür tue, dass die Bauarbeiten reibungslos über die Bühne gehen.

Forderung: Heitersberg öffnen

Zudem stellte er zwei Dinge in Aussicht: Mit der Stadt und dem Gewerbe wird geprüft, dass in Dietikon ein Container-Dörfli nahe des Bahnhofs aufgestellt wird für jene Gewerbetreibenden, die vom Bau ganz besonders betroffen sind. «So erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, ihr Gewerbe weiterzubetreiben und den Kundenkontakt aufrechtzuerhalten auch in den möglichst wenigen Wochen, in denen der Zugang zu ihrer Liegenschaft erschwert sein wird.»

Weiter hat Egloff einen Termin mit dem Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger (FDP) vereinbart, der dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt vorsteht. Egloffs Ziel: Mindestens in der Bauzeit der zweiten Limmattalbahn-Etappe soll der Aargau die Strasse über den Heitersberg öffnen. Es handelt sich um die Strasse, die am Spreitenbacher Restaurant Heitersberg vorbeiführt. Sie ist heute nicht durchgehend befahrbar. Weiter gab Egloff bekannt, dass die Limmattalbahn AG diesen Sommer ihre Büros von Zürich Oerlikon nach Dietikon zügelt, in das Post-Gebäude beim Bahnhof.

Flammendes Votum

Nach Egloffs Referat hielt Andreas Geistlich, FDP-Kantonsrat und Co-Präsident der Schlieremer Wirtschaftskammer, spontan ein flammendes Votum für die Limmattalbahn: Der halbe Bezirk werde zu einer «Planungsleiche», sollte die Volksinitiative angenommen werden.

Im ordentlichen Teil der Versammlung am Mittwoch wurden die üblichen Traktanden alle angenommen. In seinem Jahresbericht wies IHV-Präsident Wiederkehr darauf hin, dass es für Projekte wie etwa die Dietiker S-Bahn-Station Silbern weiterhin viel Beharrlichkeit brauche. Zudem dankte er dem anwesenden Dietiker Vize-Stadtpräsidenten Jean-Pierre Balbiani (SVP), der im Sommer abtritt, für seinen jahrelangen Einsatz. Bei der Stadtpräsidiumswahl am kommenden Sonntag hofft der IHV auf die Wahl von Roger Bachmann (SVP), der gegen Anton Kiwic (SP) und Heinz Illi (EVP) antritt.