Kriminalstatistik
Im Limmattal wurden im Jahr 2011 deutlich weniger Straftaten verübt

Die Kriminalstatistik der Kantonspolizei Zürich zeigt: Im Bezirk Dietikon sind die Straftaten im Jahr 2011 um 8,1 Prozent zurück gegangen.

Katja Landolt
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In den Städten hats mehr Kriminalität als in der Agglomeration (Symbolbild)

In den Städten hats mehr Kriminalität als in der Agglomeration (Symbolbild)

Keystone

Das Limmattal wird immer sicherer: Laut gestern präsentierter Kriminalstatistik der Kantonspolizei Zürich gingen die im Bezirk Dietikon erfassten Straftaten 2011 gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent zurück. Dies im Gegensatz zum Kanton: Insgesamt nahmen sie um 0,7 Prozent zu.

In Zahlen bedeutet dies für den Bezirk Dietikon: Wurden 2010 insgesamt 7198 Straftaten erfasst, waren es 2011 noch 6617. Mit dieser Abnahme steht der Bezirk Dietikon auf Platz 3: Nur in den Bezirken Pfäffikon (minus 12 Prozent) und Meilen (minus 12,7 Prozent) ging die Anzahl Straftaten noch weiter zurück. Auf den Kanton hochgerechnet, entsprechen die im Bezirk Dietikon begangenen Straftaten einem Anteil von 5,2 Prozent sämtlicher im Kanton verübten Straftaten.

Deutlich mehr Sexualverbrechen
Die Kriminalität (ohne Drogen bzw. Betäubungsmittelgesetz) hat insgesamt abgenommen. 2010 hat die Kapo im Bezirk Dietikon 6687 Verstösse gegen das Strafgesetzbuch erfasst, 2011 waren es 6095. Die Abnahme von total 592 Taten entspricht 8,9 Prozent. Splittet man diese Straftaten nach einzelnen Bereichen auf, ergibt sich folgendes Bild: Gegen Leib und Leben, beispielsweise Körperverletzung oder Tätlichkeiten, wurden 2011 3492 Straftaten verübt, das sind 69 Taten oder 18,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei Vermögen insgesamt – darunter fällt beispielsweise Diebstahl (1710 Fälle), Raub oder Sachbeschädigung – stagniert die Anzahl erfasster Straftaten: Statt 3553 Taten (2010) wurden 3492 (2011) verübt. Das entspricht einer marginalen Abnahme von 1,7 Prozent.

Taschen- und Trickdiebstähle haben zugenommen

Unter Vermögen insgesamt fällt auch Einbruchdiebstahl: Hier sind die Veränderungen mit minus 2,4 Prozent oder 16 Taten (von 680 auf 664) ebenfalls nur gering. Um 30,5 Prozent oder 29 Fälle auf 124 zugenommen haben die Taschen- und Trickdiebstähle. Deutlich gesunken ist die Zahl im Bereich Raub, und zwar von 35 auf 13 Fälle (minus 62,9 Prozent).

In der Gruppe Drohungen wurden 94 Taten erfasst. Im Vorjahr waren es noch 110; das entspricht einer Abnahme von 14,5 Prozent. Sehr hoch ist die Zunahme bei den Fällen gegen die sexuelle Integrität, beispielsweise sexuelle Handlungen gegen Kinder oder Vergewaltigung: Die Zahl stieg von 59 auf insgesamt 112 Fälle; eine Zunahme also von 89,8 Prozent. Brandstiftungen wurden 2011 mit 10 Taten genau gleich viele erfasst, wie 2010.

Sicher fühlen sich auch die Dietiker und Schlieremer

Die sinkende Tendenz bei den erfassten Straftaten widerspiegelt sich im Sicherheitsempfinden der Bevölkerung; 81 Prozent der Dietiker fühlen sich gemäss einer Sicherheitsumfrage wohl. In Schlieren hat die Umfrage der SP ergeben, dass sich tagsüber 94 Prozent der Befragten wohlfühlen. Nachts sinkt dieser Wert auf Wert auf 56 Prozent. Beide Umfragen waren Ende 2011 durchgeführt worden.