Schlieren Stadtplatz
Im Herbst lacht der Stadtplatz für eine längerfristige Belebung

Der Stadtplatz lebt. Nachdem letzte Woche auf dem Verkehrskreisel das Schönwetter-Restaurant eröffnet worden ist, folgt bereits der nächste Schritt des Wandels hin zu einem lebendigen Zentrum.

Florian Niedermann
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Die OK-Mitglieder

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AZ

Die Detaillistenvereinigung Pro Schlieren und die Standortförderung der Stadt lancieren im Oktober den Comedy Herbst 2012. In einem Zirkuszelt treten während zweier Monate Kabarettisten wie Anet Corti, das Duo Sutter & Pfändler oder Stéphanie Berger auf.

Auch wenn man sich über die Umgestaltung des Stadtplatzes nicht immer einig sei in Schlieren, für die Bevölkerung stehe fest, dass das Zentrum belebt werden müsse, sagt Detaillistenpräsident Philipp Locher, der dem Organisationskomitee des Comedy Herbsts vorsitzt: «Der Stadtplatz ist das Herz der Stadt.

Wir wollen das Heft nun in die Hand nehmen und diese Lücke mit Leben füllen.» Die Detaillisten hoffen, dass von dieser Belebung auch die Läden im Zentrum profitieren werden, sagt Locher.

Stadtpräsident Toni Brühlmann (SP) zeigt sich erfreut über die Zusammenarbeit mit Pro Schlieren: «Es ist wichtig, dass der Platz schon jetzt, vor seinem späteren Umbau, als Raum wahrgenommen wird, den man in Anspruch nehmen kann.»

Zelt soll längerfristig nutzbar sein

Der Comedy Herbst soll den Startschuss für eine längerfristige Belebung des Stadtplatzes bilden. Bereits im Dezember will man das Zirkuszelt an Betriebe für Firmenanlässe vermieten.

Auch Vereinsveranstaltungen seien denkbar oder etwa eine Schlieremer Silvesterfeier, erklärt Locher: «Wir würden uns freuen, wenn der Stadtplatz das ganze Jahr hindurch belebt wäre.»

Die Idee des Comedy-Zelts stammt indes nicht vom Organisationskomitee. «Wir haben das Konzept von der St. Galler Gemeinde Unterwasser abgekupfert», erklärt Locher.

Dort betreibe man ein Comedy-Kleintheater bereits seit zehn Jahren erfolgreich. Das zweigiebelige Zirkuszelt habe man direkt von den Toggenburger Organisatoren beziehen können, so Locher.

Suche nach Sponsoren

Derzeit ist man auf der Suche nach Sponsoren für das Projekt. Vorgesehen sind zwei öffentliche Vorführungen pro Wochenende - immer Freitags und Samstags.

Die Initiative von Pro Schlieren und der Stadt könnte Früchte tragen. Auch in Dietikon habe man gute Erfahrungen gemacht mit der Schaffung einer Begegnungszone im Zentrum, erklärt die Dietiker Standortförderin Jasmina Ritz:

«Seit dem Umbau des Kirchplatzes 2006 finden darauf vermehrt Veranstaltungen statt. Der Platz wurde zu einem öffentlichen Begegnungsort.»

Wie lange es dauern soll, bis der Stadtplatz umgebaut wird, ist derzeit Gegenstand einer politischen Diskussion in der Stadt. Bislang ging man davon aus, dass ein Baubeginn vor 2014 erfolgen müsste, damit man von Geldern aus dem Agglomerationsfonds des Bundes profitieren kann.

Im Juli erklärte der Regierungsrat nun, dass der Bund sich auch beteilige, wenn der Baustart später erfolgt. Seither fordern bürgerliche Kreise, dass der Umbau verschoben wird und zuerst die Umsetzung flankierender Massnahmen erfolgt (die az Limmattaler Zeitung berichtete).