Mein Ding: Synchroneislauf
Im Gleichschritt über das Eis tanzen: Bergdietikerin Victoria Monn und ihr Team sind Schweizermeister

Die 16-Jährige macht schon seit sie acht Jahre alt ist Eiskunstlauf. Besonders angetan hat es ihr der Teamsport: Das Ziel, gemeinsam gut zu sein, fasziniert sie.

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Viermal pro Woche trainiert Victoria Monn.

Viermal pro Woche trainiert Victoria Monn.

Limmattaler Zeitung

Die 16-jährige Bergdietikerin Victoria Monn ist Teil der Juniorengruppe des Starlight Teams, einem Synchroneislaufteam des Eissport Clubs Zürich-Oerlikon. «Wir trainieren etwa vier Mal pro Woche auf der Kunsteisbahn Oerlikon oder im Sportzentrum Heuried», sagt die Kantischülerin. Die seltene Sportart übt sie nun in der dritten Saison aus. Angefangen hat ihre Begeisterung für das Eislaufen aber schon viel früher: Mit acht Jahren erhielt sie ihren ersten Eiskunstlauf-Unterricht.

«Mit der Zeit war ich nicht mehr glücklich im Einzelsport und wollte sogar damit aufhören», sagt Victoria Monn. Ihre damalige Trainerin habe nebenbei Synchroneislauf-Unterricht gegeben und sie angefragt, ob dieser Sport etwas für sie wäre. Nach einer Schnupperstunde sei für sie klar gewesen, dass ihr der Teamsport besser gefalle. «Im Synchroneislauf ist das Ziel, als Team gut zu sein. Das hat mich fasziniert», sagt sie. «Ausserdem gefällt es mir, an Wettkämpfen anderen Teams zuschauen zu können.» Ab und zu hat sie aber trotzdem noch Einzelunterricht auf der Kunsteisbahn Dolder, um verschiedene Tests absolvieren zu können.

Auch an ausländischen Wettkämpfen nimmt sie teil

Die Juniorinnen des Starlight Teams, sie sind die amtierenden Schweizermeister im Synchroneislauf, bestehen aus 20 Eiskunstläuferinnen. Bei Wettkämpfen sind aber jeweils nur 16 Personen auf dem Eis erlaubt. Gemeinsam zeigen die Sportlerinnen ihre Kür im Gleichschritt. «Wir haben uns als Team auf den Laufstil spezialisiert. Das bedeutet, dass wir fast keine Sprünge mehr in unseren Choreographien haben», sagt Victoria Monn. Beim Team handelt es sich um ein Kaderteam. Das heisst: Sie nehmen auch an ausländischen Wettkämpfen teil.

«Das Highlight meiner bisherigen Zeit als Synchroneisläuferin war die Teilnahme an der WM in Nottingham im März dieses Jahres. Wir hatten Glück, dass der Wettkampf trotz Corona noch durchgeführt werden konnte», sagt Victoria Monn. Auch nach Mailand und in andere Teile Europas hat sie ihre Sportart schon gebracht. Besonders gefallen ihr die Teamevents und die Stadtbesichtigungen, die bei Auslandwettkämpfen stets auf dem Programm stehen. «Wir verstehen uns im Team sehr gut untereinander», sagt die 16-Jährige.

Wie die Zukunft ihrer Leidenschaft aussehen wird, weiss Victoria Monn noch nicht. «Ich werde sicher noch eine Weile mit dem Synchroneislaufen weitermachen», sagt sie. Momentan sind wegen der Coronapandemie auch keine grösseren Wettkämpfe geplant: «Wir hätten dieses Jahr nach Holland, Polen und Österreich reisen sollen, doch entweder wurden die Wettkämpfe abgesagt oder wir haben selber beschlossen, nicht teilzunehmen», sagt sie. «Ein Wettkampf wurde aber durch einen Online-Wettkampf ersetzt. Wir werden unseren Auftritt auf Video aufnehmen und einsenden», sagt sie.

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