Der Fuchs sei in einen regelrechten Blutrausch verfallen, als er vor zirka acht Wochen in das Flamingo-Gehege eindrang, sagt Benjamin Sinniger von der Direktion des Kinderzoos zur «Linth-Zeitung». Woher der Fuchs kam, sei derzeit noch unklar. Erste Vermutungen eines Fuchsbaus auf dem Gelände konnten zwar nicht bestätigt werden. Weitere Abklärungen seien jedoch noch am Laufen, erklärt der Wildhüter Benedikt Jöhl, der nach dem Vorfall eingeschaltet wurde.

Der Kinderzoo hat bereits erste Massnahmen ergriffen. «Seit dem Vorfall sind die Tiere nachts wieder in ihrem Innengehege», sagt Sinniger. Zudem sei die Höhe der Zäune überprüft und abgeklärt worden, wie tief diese in die Erde eingelassen sind. Unterirdisch seien die Zäune bereits mit Beton verstärkt.

Kritik an der Wegwerfgesellschaft

Der Fuchs sei nicht das Problem, erklärt Sinniger. Er habe nur getan, was die Natur ihm vorgibt: Futter für seine Jungen zu suchen. Problematisch sei jedoch der unsorgfältige Umgang des Menschen mit Essenresten. Diese würden nämlich zu oft in nicht verschlossenen Kompostbehältern oder Abfalleimern landen. «Das Nahrungsangebot in unserer Wegwerfgesellschaft ist zu gross.» Füchse liessen sich dort nieder, wo das Angebot an Futter stimmt und vermehrten sich. Deshalb rät er, Füchse nie zu füttern, den Abfall erst am Morgen rauszustellen und Essensreste nicht in offene Kompostbehälter zu werfen.