Igel, Insekten und Eidechsen bekommen ein neues Zuhause

Zwölf kleine Entdecker haben im Ferienkurs die tierischen Bewohner der Freizeitanlage Chrüzacher in Dietikon erforscht.

Virginia Kamm
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Die Kinder durften die Hühner und Hasen füttern. Das Tierfrühstück wird vorbereitet. Der Steinhaufen bietet Lebensraum für Insekten.
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Die Kinder durften die Hühner und Hasen füttern. Das Tierfrühstück wird vorbereitet. Der Steinhaufen bietet Lebensraum für Insekten.
Die Kinder durften die Hühner und Hasen füttern. Das Tierfrühstück wird vorbereitet. Der Steinhaufen bietet Lebensraum für Insekten.

Die Kinder durften die Hühner und Hasen füttern. Das Tierfrühstück wird vorbereitet. Der Steinhaufen bietet Lebensraum für Insekten.

Bilder: Virginia Kamm

Gebannt lauschen die Kinder in der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher der Geschichte von Maja Morgenthaler. Sie handelt von einem Maulwurf, der den Wunsch hat, fliegen zu können. Im von Morgenthaler geleiteten Ferienkurs «Igel, Schmetterling und Maus» hat jeder Morgen mit einer Geschichte begonnen. Zwölf Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren haben daran teilgenommen. Nun geht der viertägige Kurs zu Ende.

Die Kinder stehen aber noch einmal im Einsatz: Mit einer Lupe dürfen sie ein Blatt und eine Fliege genau untersuchen. Dann schliessen sie das grosse Kurs-Projekt ab: Die Kinder haben einen Steinhaufen für Insekten und Eidechsen sowie einen Haufen aus Laub und Ästen für Igel errichtet. Diese werden nun feierlich beschriftet. Mit einem Gummihammer dürfen die Kinder die selbst bemalten Holzschilder in den Boden schlagen. Für Morgenthaler ist es ein Highlight, mit den Haufen etwas Bleibendes für den Chrüzacher zu erschaffen.

«Die Kinder sollen bei den Tieren mithelfen»

Weiter geht es mit der Tierfütterung: In zwei Gruppen bereiten die Kinder das Frühstück für die Hühner und Hasen der Freizeitanlage vor. Gurken werden geraffelt und Gemüse wird geschnitten. «Wir achten sehr darauf, die Kinder in den Alltag mit den Tieren einzubeziehen», sagt Morgenthaler. So setzen sich die Kinder danach im Hühnergehege auf Stühle, jedes mit einer Schale Futter ausgerüstet.

Während der vier Kurstage durfte auch das freie Spiel nicht fehlen: Morgenthaler ist es wichtig, dass Spiel und Flexibilität im Kurs Platz finden. «Oftmals muss das Programm an die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden, zumal es sich um relativ kleine Kinder handelt», erzählt sie. Auch an den anderen Kurstagen haben die Teilnehmer einiges erlebt: Gemeinsam haben sie Kugeln aus Erde und Blumensamen geformt, Figuren aus Lehm gebastelt und einen Tag im Wald verbracht.

Besonders freut Morgenthaler, dass die Teilnehmer des Ferienkurses so eine harmonische Gruppe gebildet haben. «Der Kurs ist sehr gelungen», zieht sie Bilanz. Unter dem Motto «Igel, Schmetterling und Maus» hat der Kurs zum ersten Mal stattgefunden. Für Morgenthaler war es etwas Besonderes, den Fokus für einmal auf die ganz kleinen Tiere des Chrüzachers zu richten. Sie hofft, auch in Zukunft verschiedene Ferienkurse anbieten zu können. Fragt man die Kinder, was ihnen am Kurs am besten gefallen habe, fällt die Antwort einstimmig aus: «Alles!»