Bier

Hunderte besuchen die Eröffnung des Brauhauses Güxerei

Sechs Üdiker, die sich seit der Schulzeit kennen, brauen ihr eigenes Bier. Das Getränk trägt klingende Namen wie Wikinger, Büezer oder Mönch. Am Samstag, 5. September, eröffneten die sechs Freunde ihre Güxer-Brauerei.

Auf einem kleinen Abschnitt am Anfang der Uetlibergstrasse in Uitikon fuhren an diesem spätsommerlichen Samstag keine Autos, Töffs und Velos vorbei. Die Behörden hatten die Strasse für ein feuchtfröhliches Eröffnungsfest für die Bierliebhaber der Güxer-Brauerei freigegeben. Nun standen dort Bänke, Tische und Sonnenschirme. An einem Stand gab es Würste, alkoholfreie Getränke und Kuchen. Beim Biertisch gingen die fünf exklusiven Biere Huus, Mönch, Wikinger, Chämifäger und das neuste Pils Büezer über die Theke.

Zwischen 300 und 400 Bierliebhaberinnen und Bierliebhaber liessen es sich gut gehen. Rund 300 Bratwürste und Cervelats wurden auf dem Grill gebrutzelt. Gegen Abend war von den 800 verkauften Bieren das Weizenbier «Mönch» bereits ausverkauft. Doch war für jeden Geschmack etwas dabei. Silja Linder aus Uitikon sagte zu den fünf Biersorten: «Mein Favorit ist der ‹Chämifäger›. Es ist dunkel, hat eine cremefarbene Schaumkrone und ist sehr bekömmlich.»

Cooler Zusammenhalt durch Bier tüfteln

Einst nannten sich die Brauerei-Gründer Garagenplatz-Hockey-Crew. Sie alle kennen sich seit der Schulzeit. So sagte Raphael Schäfer: «Vor ziemlich genau drei Jahren haben wir mit dem Bierbrauen begonnen. Und seit gut einem Jahr brauen wir hier in der Güxerei an der Uetlibergstrasse 2.» Erst wegen zeitlicher Engpässe und zuletzt wegen der Coronapandemie musste die Eröffnungsfeier stets nach hinten verschoben werden, sagt der 32-Jährige weiter.

Ihm bedeute dieses Hobby sehr viel. Denn: «Es gibt uns Jungs, die alle zusammen aufgewachsen sind, einen extrem coolen Zusammenhalt, indem wir mit Bier tüfteln können.» Leben könnten sie von diesem Hobby nicht, darum arbeiten alle noch Vollzeit. «Mittlerweile treffen wir uns plusminus jedes zweite Wochenende und brauen rund 120 Liter. Anstehende Arbeiten werden an einem bis zwei Einsätzen unter der Woche absolviert», so der gelernte Schreiner.

Brauerei ist ein guter Kick zur Belebung des Dorfes

Gemeindepräsident Chris Linder (FDP) sagte: «Bereits vor einigen Jahren hat der Gemeinderat von diesen Jungs gehört und wir fanden das eine super Initiative. Zwar etwas riskant und unkonventionell, jedoch sehr professionell aufgezogen.» Aus seiner Sicht handle es sich dabei um einen guten Kick, der eine Belebung des Dorfes zur Folge haben könne.

«Recht mutig stellen sich die sechs jungen Berufsleute mit ihrem Produkt in eine Nische, die ja vorwiegend von internationalen Grossplayern beherrscht wird. Ich wünsche den jungen Bierbrauern viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft», so Linder.

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