Urdorf

Honigbienen sollen mehr Gläubige in die reformierte Kirche locken

Imkerin Brigitte Hilfiker (von links), Kirchenpräsidentin Nicole Raisle und Kirchenpflegerin Karin Binder organisierten die Ausstellung «Bienenwunder».

Imkerin Brigitte Hilfiker (von links), Kirchenpräsidentin Nicole Raisle und Kirchenpflegerin Karin Binder organisierten die Ausstellung «Bienenwunder».

Die reformierte Kirche Urdorf zeigt vom 24. August bis 20. September die Wanderausstellung «Bienenwunder». Kirchenpräsidentin Nicole Raisle und Kirchenpflegerin Karin Binder wollen mit ihrem Engagement für das Insekt das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung stärken.

Die reformierte Kirchenpflege Urdorf organisiert regelmässig Ausstellungen. Die neuste Anlassreihe im Rahmen der Wanderausstellung «Bienenwunder» der Stiftung Zürcher Kerzenziehen gehört zu den grösseren Events im Kirchenkalender. «Die Stiftung ist auf mich zugekommen und ich war vom Thema hellauf begeistert, weil mir als Hobbygärtnerin Tiere und die Natur am Herzen liegen», erzählt Kirchenpflegerin Karin Binder. Sie ist im Gremium für das Ressort Jugend und Kind und Erwachsenenbildung zuständig und organisiert die einmonatige Ausstellung.

«Ich freue mich, dass ich die Kirchenpflege vom Projekt überzeugen konnte, auch wenn die Kosten dafür etwas höher sind als für sonstige Anlässe», sagt Binder. Die reformierte Kirche Urdorf gibt für das «Bienenwunder» 8000 Franken aus. «Dazu gehört aber auch, dass professionelle Ausstellungsmacher die zwölf mit Liebe fürs Detail gefertigten wabenförmigen Tafeln für uns anliefern und aufstellen.»

Im Jahr 2021 erhalten die Bienen ihre eigene Kirchenwiese

Auch Kirchenpräsidentin Nicole Raisle ist überzeugt vom Projekt: «Andere Limmattaler Kirchgemeinden setzen auf das Label ‹Grüner Güggel›, um ökologischer zu haushalten. Wir investieren unser Geld in diese Ausstellung, weil wir finden, dass wir die Urdorfer Bevölkerung so besser erreichen und auf einen besseren Umgang mit der Umwelt aufmerksam machen können.» Zum 50-jährigen Bestehen der neuen reformierten Kirche plant die Kirchenpflege 2021 überdies einen Teil des dortigen Rasens mit Kindern in eine Bienenwiese zu verwandeln.

Die Bienen sollen neues Publikum in die Kirche locken. «Wir hoffen, dass wir mit diesem Thema auch Menschen erreichen, die sich sonst nicht getrauen würden, den Schritt in unsere Kirche zu wagen», sagt Binder. Zudem passe das Thema bestens in den aktuellen Kirchenkalender. «Wir befinden uns momentan in der Schöpfungszeit. Der Erntedank wird in der reformierten Kirche am 27. September gefeiert. Ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen wäre dieses Fest nicht möglich.»

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