Statistisches Jahrbuch des Kantons 2019

Hoher Ausländeranteil, die meisten Katholiken, die kleinste Fläche: Das sind die statistischen Daten zum Bezirk Dietikon

Auch die Limmat fliesst ins Statistische Jahrbuch. 76 Hektaren gross ist die Wasserfläche im Bezirk Dietikon insgesamt, das entspricht rund 1,3 Prozent der Gesamtfläche des Bezirks Dietikon.

Der Bezirk Dietikon ist äusserst Vielfältigkeit – das zeigt auch ein Blick ins neue Statistische Jahrbuch des Kantons.

Wie viele Franken geben die Gemeinden im Bezirk Dietikon pro Einwohner für Kultur und Freizeit aus? Welche Gemeinde hat den höchsten Anteil Siedlungsfläche an der Gesamtfläche? Diese und weitere Fragen lassen sich mit dem neuen Statistischen Jahrbuch des Statistischen Amtes des Kantons Zürich beantworten. Dieses ist der Klassiker unter den Veröffentlichungen der kantonalen Verwaltung. Es bietet eine Fülle von Informationen über das Leben und die Menschen im Kanton – eine statistische Übersicht.

Besondere Gemeinden: Gleich drei Limmattaler Gemeinden schaffen es, im Kapitel «Spezielle Gemeinden» erwähnt zu werden. Dietikon, weil sie Ende 2018 mit 27'146 Einwohnerinnen und Einwohnern hinter Zürich, Winterthur, Uster und Dübendorf, die fünftbevölkerungsreichste Stadt im Kanton Zürich ist. Geroldswil und Oberengstringen schaffen es in diese Liste, weil sie mit 190 Hektaren und 213 Hektaren die zweit- beziehungsweise drittkleinsten Gemeinden des Kantons sind. Nur Hüttikon ist mit 160 Hektaren noch kleiner.

Bevölkerung und Leben: Gemäss den Zahlen für das Jahr 2018 ist die Grenze von 90'000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Bezirk Dietikon geknackt worden. Per Ende letzten Jahres lebten 90'783 Personen im Limmattal. Davon haben 58'607 einen Schweizer Pass, 32'176 einen ausländischen. Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung des Bezirks beträgt demnach 35,4 Prozent. 2017 lag er noch bei 35,1 Prozent.

Im Limmattal leben 1513,3 Personen auf einem Quadratkilometer. Lediglich in der Stadt Zürich ist die Einwohnerdichte mit 4707,8 Einwohner pro Quadratkilometer noch höher.         

In keinem anderen Bezirk im Kanton leben mehr Katholiken als in Dietikon. 2017 waren 32,2 Prozent der Bezirksbevölkerung katholisch. Kantonsweit lag dieser Wert bei 26,1 Prozent. Reformiert sind im Limmattal 21,1 Prozent der Bevölkerung. Nur in Zürich sind es mit 20,8 Prozent noch weniger.

Kultur: Im Schnitt gaben die Gemeinden im Limmattal im vorletzten Jahr 139 Franken pro Person für Kultur und Freizeit aus. Damit liegt Dietikon im Mittelfeld aller 12 Bezirke. Am höchsten sind die Ausgaben mit 612 Franken in Zürich, am tiefsten in Pfäffikon mit 92 Franken. Im Bezirk Dietikon tätigt Uitikon die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur und Freizeit. Es sind 299 Franken. Am tiefsten sind sie in Weiningen mit 38 Franken.

Tourismus: Nach Gemeinden aufschlüsseln lassen sich die Anzahl Gäste und Logiernächte nicht. Auch für den Bezirk selber fehlt es an Zahlen. Immerhin lässt sich im Statistischen Jahrbuch in Erfahrung bringen, dass die Region Limmattal-Knonaueramt 2017 rund 95'000 Logiernächte von Gästen aus dem Ausland und 67'000 von Gästen aus dem Inland verzeichnete. Im Schnitt verbrachten sie 1,65 Tage in der Region.

Raum: Mit einer Grösse von 5999 Hektaren ist Dietikon der kleinste Bezirk im Kanton. Dafür verfügt kein anderer, mit Ausnahme von Zürich, über eine grössere Siedlungsfläche. 32,4 Prozent der Gesamtfläche des Limmattals ist besiedelt. Für Schlieren und Oberengstringen liegt dieser Wert gar bei 48,6 Prozent beziehungsweise 48,5 Prozent. Am tiefsten ist der Anteil an Siedlungsfläche in Aesch mit 10,4 Prozent. Über dem kantonalen Durchschnitt von 6,1 Prozent liegt der Anteil der Verkehrsfläche an der Gesamtfläche im Bezirk Dietikon. Sie macht 8,8 Prozent aus. Wobei hier die Stadt Dietikon mit 13,4 Prozent den höchsten Wert aufweist. Die Grösse der Wasserfläche im Bezirk Dietikon beträgt 76 Hektaren.

Verkehr: Ein grosses Thema im Limmattal ist der Verkehr. Auch dazu liefert das Statistische Jahrbuch verschiedene Daten. Etwa jene zu den automatischen Strassenverkehrszählungen, wobei der durchschnittliche tägliche Verkehr an verschiedenen Messpunkten ausgewiesen wird. 2017 lag dieser Wert auf dem Westring bei Urdorf bei 87'486 Fahrzeugen, auf der Bernstrasse in Dietikon bei 14'177 Fahrzeugen und am Gubrist bei Weiningen bei 103'975 Fahrzeugen. Letzterer ist einer von 22 Tunnels auf Kantonsgebiet. Zudem zählt der Kanton 1206 Brücken.

Umwelt: Wo Menschen leben, fällt auch Abfall an. Für 2017 wird die Kehrichtmenge im Bezirk Dietikon mit 20'055 Tonnen beziffert. Damit liegt er im Mittelfeld aller Bezirke. Gleiches gilt für die Menge an eingesammeltem Altpapier. 3670 Tonnen wurden 2017 gesammelt. Eher im hinteren Teil der Tabelle liegt die Stadt Dietikon bezüglich der Niederschlagsmenge. Für 2018 ist eine Jahressumme von 900 Millimeter ausgewiesen. Feuchter war es in Bauma, wo 1285 Millimeter Niederschlag fiel.

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