Gefängnisausbruch Limmattal
Hofften Angela M. und Hassan K. auf Fluchthelfer in der Schweiz?

Notizzettel mit Schweizer Adressen auf dem Küchentisch im italienischen Versteck – was wollten Angela Magdici und Hassan Kiko damit anfangen?

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Angela Magdici - Was haben diese Adressen zu bedeuten?

Angela Magdici - Was haben diese Adressen zu bedeuten?

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Die Schweizer Behörden warten auf die Auslieferung der Gefängniswärterin Angela Magdici und des verurteilten Vergewaltiger Hassan Kiko. Beide sitzen seit der Festnahme vom letzten Freitag in Italien im Gefängnis. Nun werden weitere Details bekannt.

So berichtet der «Blick» berichtete von Zetteln, die auf dem Küchentisch der Dreizimmerwohnung gelegen haben, wo sich das Paar wochenlang versteckt hat. Auf dem Foto sind drei Ausrisse zu sehen mit je einer Adresse. Sie liegen allesamt im Kanton Zürich: in Winkel, Oberglatt und Winterthur.

«Blick» hat eine Person ausfindig gemacht, einen indischstämmigen Ayurveda-Therapeuten. Dieser sagt auf die Notiz angesprochen: «Ich bin sehr erstaunt, dass meine Adresse in Italien bei Hassan auftaucht.»

Der Therapeut kennt Hassan Kiko offenbar aus dem Gefängnis, wo er gemäss «Blick» wegen häuslicher Gewalt eingesessen hat. Der Inder vermutet, dass Kiko seine Adresse abgeschrieben hat, als er seinen Kindern einen Brief geschrieben hat. Seit jenen Knasttagen habe der Therapeut Kiko nicht mehr gesehen.

Noch ist unklar, was es mit den Adressen auf sich hat. Handelt es sich um mögliche Fluchthelfer? Bekannte oder Freunde, von denen sich die beiden Hilfe versprachen oder gar erhalten haben? Der Ayurveda-Therapeut jedenfalls, will nichts mit der Sache zu tun gehabt haben. (jk)