Dutzende von bunt bemalten und bunt gekleideten Buben und Mädchen freuten sich auf den Kinderfasnachtsball im Gemeindesaal von Aesch. Auch viele Eltern liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen und schlüpften für ein paar Stunden in eine andere Identität. Egal, ob als Hexe, Teufel oder Pirat, Hauptsache ist, es macht Spass.

Viel Betrieb in der Schminkecke

In der Schminkecke bei Anne Bretscher und Lina Jimenez herrschte Dauerbetrieb, jeder Sujetwunsch wurde so gut wie möglich umgesetzt. «Wir geniessen das Strahlen in den Kinderaugen, wenn die Verwandlung gelungen ist. Denn die nötigen Utensilien zum Schminken hat nicht jeder zu Hause», sagte Anne Bretscher.

Seit über zwanzig Jahren ist Peter Bretscher der Fasnachts-Guru in Aesch. «Es ist herrlich zu sehen, wie viele Kinder teilnehmen», freute er sich. Aber Bretscher selbst ist kein guter Fasnächtler. Während er sich zu Alkohol abstinent stellt, kann er bei Süssigkeiten nie Nein sagen. «Auf meinem Kostüm deponierte ich eine Protestnote, weil es nirgends Süssmost gibt», grinste Bretscher, der, als Bierhumpen verkleidet, für grosse Heiterkeit sorgte.

Dass Frauen gute Ideen haben, beweisen seit Jahren Nicole Hafner und Patrizia Nyffenegger, sowie als jüngste Verstärkung auch Irene Steiner. «Die Kreativität für den Ball kommt von weiblicher Seite, ich versuche dann das Ganze umzusetzen. Und nur dank vielen freiwilligen Helfern gelingt es uns, den Gemeindesaal so aufwändig zu dekorieren», verriet Bretscher.

Zauberer kommt mit neuen Tricks

Eine ganz besondere Show zeigte Zauberer René Dubach. «Schon 2010 wurden wir von ihm verzaubert, so- dass wir ihn erneut anfragten. Und für uns hat er sich extra neue Tricks ausgedacht», erzählt Patrizia Nyffenegger. Es war Zauberei zum Anfassen – denn René Dubach suchte sich für viele Tricks passende Unterstützung aus dem Publikum. Und so standen viele Kinder oft staunend vor der Bühne, wenn Dubach seine Magie spielen liess.

Gleich zu Beginn des Nachmittags spielte die Guggenmusik Türmlischränzer viele Hits zum Mitsingen und schnell formierte sich eine Polonaise quer durch den Saal. Dank Nicole Hafner und Patrizia Nyffenegger konnte alle Kids auch noch das Tanzbein schwingen und sich anschliessend mit Hotdogs, Pommes frites oder selbst gebackenen Muffins wieder stärken. Die entlang der Dorfstrasse aufgehängten Fasnachtspuppen stammen übrigens von den Primarschülern aus Aesch, die einem perfekt den Weg an den Ball wiesen.

Viel Fantasie punkto Verkleidung bewiesen nicht nur die Kinder, auch Eltern wussten in selbst gemachten Kostümen zu glänzen. Bei eiskalten Minusgraden wurde vor dem Gemeindesaal diskutiert, ob man den schön dekorierten Saal nicht vorher noch für eine zusätzliche Veranstaltung nutzen könnte. Die Fasnacht 2013 wird zeigen, ob der Kinderfasnachtsball in Aesch Verstärkung bekommt – für die Erwachsenen, versteht sich.