Weiningen
Hauptübung der Feuerwehr: Bergung erweist sich als knifflig

Am Samstag war es wieder Zeit für die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Weiningen, die sogenannte Angriffsübung. Die Feuerwehr wird dabei für ihre Zusammenarbeit gelobt.

Pascal Gut
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Bei der Übung ist ein Lächeln auch mal erlaubt.
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Bis auf die Mimik wirkt an dem Unfallstandort alles sehr real
Das Abtrennen des Wagendachs erfordert Kraft und Geduld
Das nächste Unfallopfer wird aus dem Wageninnern befreit.
Das Unfallopfer wird auf einer Trage stabilsiert
Das Wagendach wird abgehoben
Der Rauch zieht aus der Tiefgarage ab
Der Verletzte wird sofort von einem Feuerwehrmann betreut
Dichter Rauch entweicht aus der Tiefgarage
Die Feuerwehrübung hat viele Besucher angelockt.
Die Feuerwehrleute gehen bei der Bergung sehr vorsichtig vor
Hauptübund der Feuerwehr Weiningen
Die Kleinen spielen mit dem abgetrennten Autodach
Die Scheiben werden mit einer Folie überzogen, um zu verhindern, dass bei ihrer Entfernung Splitter rumfliegen.
Ein Mann liegt verwundet und bewegungslos am Boden
Ein Notfallsanitäterin versucht im Wageninnern den Zustand der Unfallopfer einzuschätzen.
Geschafft, auch das zweite Unfallopfer konnte geborgen werden
Im Wagen wurden die Wunden der Unfallopfer erstmal notdürftig versorgt
Mit dem Lüftungswagen soll die Tiefgarage vom Rauch befreit werden
Mit einer Säge wird die Frontscheibe komplett durchtrennt
Mit einer Säge wird die Frontscheibe komplett durchtrennt.
Mit einer Spezialzange wir die Motorhaube aufgestemmt
Um die Unfallopfer zu bergen, muss das Autodach abgetrennt werden.
Mit grösster Vorsicht wird das Unfallopfer aus dem Wageninnern befreit
Vor der Angriffsübung mussten die Feuerwehrleute ihr Können bereits in kleineren Übungsszenarien wie hier bei einem Waldunfall unter Beweis stellen.
Um die verletzte Person zu bergen, muss der Baumstamm angehoben werden
Vorsichtig wird die verletzte Person geborgen

Bei der Übung ist ein Lächeln auch mal erlaubt.

Pascal Gut

In der Tiefgarage an der Querstrasse 17 in Fahrweid ist ein Brand ausgebrochen. Auf der Flucht vor dem Feuer schiesst ein Wagen aus der Tiefgarage heraus und rammt draussen in die Laderampe eines Getränkelasters. Der Lieferant, der gerade dabei war, die Kisten abzuladen, wird durch den Zusammenprall von der Rampe zu Boden geschleudert, wo er mit einer Kopfverletzung bewegungslos liegen bleibt. Kurz darauf trifft die Feuerwehr Weiningen ein.

Zum Glück handelt es sich hierbei nicht um einen realen Unfallhergang, sondern um ein Übungsszenario. Am Samstag war es nämlich wieder Zeit für die jährliche Hauptübung der Feuerwehr Weiningen, die sogenannte Angriffsübung. Sie dauerte rund eine Stunde. Um den giftigen Rauch aus der Tiefgarage abzusaugen, kam ein spezieller Lüftungswagen zum Einsatz. Auch die Bergung der beiden Autoinsassen war anspruchsvoll. Um die Unfallopfer aus ihrer misslichen Lage befreien zu können, musste erst das Autodach von der Karosserie abgetrennt werden. Die Übung verlangte von allen Einsatzkräften eine hervorragende Übersicht, technisches Know-how, Ausdauer sowie eine reibungslose Zusammenarbeit

Instruktoren sind zufrieden

«Es ist ein wenig eine Mischung aus praktischer Übung für die Mannschaft und Show fürs Publikum» sagte Feuerwehrkommandant Hanspeter Saxer, der selbst seit rund 25 Jahren im Einsatz steht. Tatsächlich waren an diesem warmen Samstagnachmittag viele Zuschauer vor Ort und verfolgten die Übung interessiert. Mit einer gewissen Anspannung beobachtete Saxer die Befreiung der Unfallopfer aus dem Auto. Die Bergung ging nur langsam voran, in kleinen Schritten. Die Einsatzkräfte durften nichts überstürzen. Das verlangte Geduld, sowohl von Saxer, der an diesem Nachmittag zuschauen musste, als auch von seinen Kollegen.

Vonseiten der beiden Instruktoren der kantonalen Gebäudeversicherung gab es im Anschluss an die Übung viel Lob. Insbesondere die gute Zusammenarbeit und der vorbildliche Umgang unter den Feuerwehrleuten wurden hervorgehoben. Etwas, das Kommandant Saxer besonders am Herzen liegt.

Zum Schluss der Übung wartete für alle ein kleiner Apéro. Die Feuerwehrmänner hatten es nötig: Einige rote Köpfe und viele durchschwitzte Shirts zeugten davon, wie anstrengend die Übung für die Feuerwehrleute war.