Stadtentwicklung
Hat Dietikon genug Freiräume? Die Stadt will es auf Spaziergängen herausfinden

Spielwiesen, Parkanlagen und Stadtplätze: Es gibt einige Freiräume in Dietikon. Doch sind die Einwohner damit zufrieden oder wünschen sie sich Änderungen? Sechs Stadträte und zwei Stadtplaner wollen es wissen und spazieren am Samstag durch die Quartiere.

David Egger
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Der Kirchplatz: womöglich der berühmteste und multifunktionalste Dietiker Freiraum – hier zum Beispiel bei einem Anlass des Rollsport-Clubs Dietikon. Doch gibt es auch in den Quartieren genügend Freiräume, Sitzbänkli und Begegnungsorte?

Der Kirchplatz: womöglich der berühmteste und multifunktionalste Dietiker Freiraum – hier zum Beispiel bei einem Anlass des Rollsport-Clubs Dietikon. Doch gibt es auch in den Quartieren genügend Freiräume, Sitzbänkli und Begegnungsorte?

zvg

Die Stadt Dietikon probiert etwas Neues aus: Am Samstag spazieren sechs von sieben Stadträten durch die Quartiere, hoffentlich zusammen mit vielen Einwohnerinnen und Einwohnern, die ihre Meinung einbringen. Denn es geht um Freiräume. Also etwas, das alle betrifft, versteht man darunter doch Parkanlagen, Spielwiesen, Begegnungsorte, Schulanlagen, Stadtplätze und mehr. Solche Freiräume bedeuten Lebensqualität, wenn sie denn den Ansprüchen der Bevölkerung gerecht werden.

Bei den Spaziergängen will die Stadt erfahren, welche Anliegen und Ideen die Einwohner haben. Dabei geht es etwa um folgende Fragen: Hat es in allen Quartieren genug Freiräume? Sind sie schön gestaltet und sauber? Gibt es genügend Bänkli, Spielgeräte und Schattenplätze? Und wie oft nutzen Herr und Frau Dietiker überhaupt die Spielplätze und Pärke?

Die Spaziergänge finden am Samstag statt, damit auch Familien und jüngere Menschen Zeit haben, um ein Wörtchen mitzureden. Alternativ kann man auf der Website der Stadt schnell einen zweiseitigen Fragebogen ausfüllen – mit wenigen Klicks.

Wohnen Sie in Dietikon? Dann füllen Sie jetzt den Fragebogen aus:

Wenn Sie hier klicken, müssen Sie den Fragebogen nicht suchen, sondern gelangen direkt auf den Fragebogen im PDF-Format auf der offiziellen Website der Stadt Dietikon. Der Fragebogen lässt sich digital ausfüllen und direkt mit dem Abschicken-Button am Ende des Dokuments an die Stadt übermitteln. Alternativ kann man den Fragebogen ausdrucken und der Stadt per Post zukommen lassen.

Raumplaner Severin Lüthy erklärt: «Die Stadt will jetzt den Puls von möglichst vielen Einwohnern fühlen. Auch für uns ist das Vorgehen Neuland. Wir sind gespannt, was zurückkommt.» Lüthy ist im Stadtplanungsamt für das Thema Freiräume zuständig und am Samstag ebenfalls vor Ort. Ebenso wie sein Chef Jürg Bösch, der Leiter des Stadtplanungsamts.

Die jetzt laufende Analyse der städtischen Freiräume bereitet den Boden für künftige Planungen. «Grundsätzlich geht es um den Erhalt und die Verbesserung der bestehenden Freiräume», sagt Lüthy. Es sollen aber auch zusätzliche Freiräume entstehen, gerade im Hinblick auf die zu erwartende Innenentwicklung. Denn, so Lüthy: «Verdichtung allein geht nicht.»

Das Projekt ist Teil der Richtplanung

Hintergrund ist die Überarbeitung der kommunalen Richtplanung. Einzelne Planungsinstrumente wie etwa das städtische Gesamtverkehrskonzept oder das Leitbild Stadtboulevard stehen bereits. Bei den Freiräumen kann die Planung aber noch verschiedene Richtungen einschlagen. Darum soll jetzt die Bevölkerung mitreden – oder eben mitspazieren.

Die Meinung der Politik wird bereits eingebracht. Gerade am Mittwochabend hatte die Begleitgruppe der Richtplanrevision – bestehend aus Stadt- und Gemeinderäten – ihre dritte Sitzung.

Am Samstag finden die beiden Quartierspaziergänge statt

Der Quartierspaziergang Ost findet am Samstag, dem 20. Mai, von 10 bis 11.30 Uhr statt, Treffpunkt ist das Schulhaus Wolfsmatt. Vom Stadtrat spazieren die Hochbauvorsteherin Esther Tonini, der Infrastrukturvorstand Roger Brunner und der Sozialvorstand Roger Bachmann mit.

Der Quartierspaziergang West dauert gleichentags von 14 bis 15.30 Uhr und startet beim Spielplatz Gjuch. Vom Stadtrat mit dabei sind Stadtpräsident Otto Müller, Sicherheits- und Gesundheitsvorstand Heinz Illi und Finanzvorstand Rolf Schaeren.