Weihnachtszeit
Handarbeitslehrerin Bea Zurfluh sagt, welche Geschenke gut ankommen

Zimtduft liegt in der Luft, auf der Kommode bilden weisse Tücher, kleine Häuser, Tannen und Lämpchen eine funkelnde Winterlandschaft. Genau so hat man sich das Wohnzimmer der Geroldswiler Handarbeitslehrerin Bea Zurfluh zur Adventszeit vorgestellt.

Nicole Emmenegger
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Bea Zurfluh

Bea Zurfluh

Limmattaler Zeitung

Die Dekoration passt, aber: Wo bleiben die vielen handgemachten Weihnachtsgeschenke? Die Häkeldecke für Oma, die Stofftasche für die Tochter? «Privat bastle ich gar nicht so viel für Weihnachten», sagt die 53-Jährige.

Kein Wunder: Die Organisation der grossen Teddybären-Ausstellung für die Freizeitvereinigung Schlieren hielt sie die letzten Wochen auf Trab. Zudem floss ihre Fantasie in die Weihnachtsbasteleien, die sie für ihre Schüler an der Primarschule Milchbuck in Zürich ausgetüftelt hat: zum Beispiel schnell gemachte Filzkugeln oder -herzen. In einer Schale können diese mit Kerzen, Draht, Dekosteinen oder bunten Perlen zu einem hübschen Geschenk arrangiert werden (siehe Bastelanleitung).

Heikle Präsente

«Ich mag es, wenn man einem Geschenk nicht schon von hundert Metern die Marke ‹selbst gemacht› ansieht», sagt Bea Zurfluh. «Es sollte schon etwas darstellen und sorgfältig ausgeführt werden.» Schliesslich soll die selbst gemachte Dekoschale nach Heiligabend stolz auf dem Clubtisch präsentiert werden - und nicht in der dunkelsten Ecke der Wohnwand versteckt werden. Oder noch schlimmer: nur aus Pflichtgefühl von der Mülltonne verschont werden.

Die Handarbeitslehrerin verrät weitere Tipps, damit selbst gemachte Geschenke wirklich Freude bereiten: den Überraschungseffekt nutzen und etwas völlig Neues wagen. Zum Beispiel eine duftende Seife, die mit Filzwolle umhüllt in eine Peeling-Seife verwandelt wird. «Ich hole meine Inspiration unter anderem aus Katalogen für Geschenk- und Dekoartikel. Diese Ideen kombiniere ich und gestalte etwas Eigenes», sagt Bea Zurfluh.

Punkten mit Persönlichem

Der wichtigste Erfolgsgarant für ein selbst gemachtes Geschenk sei jedoch die persönliche Note, ist Bea Zurfluh überzeugt: «Ein himmlisches Wesen für den Engel-Fan, ein rosa Herz für die liebe Tante - Motive und Farben sollten zu den beschenkten Personen passen.»

Wer Bea Zurfluh mit einer weihnachtlichen Handarbeit glücklich machen möchte, sollte demnach auf Teddybären oder auf Mickey-Mouse-Figuren setzen. Seit über 20Jahren näht die Geroldswilerin Teddybären, seit 1999 leitet sie die Bärenkurse für die Freizeitvereinigung Schlieren. Die vielen Tassen und Uhren mit Mickey-Mouse-Motiven, die in der Vitrine ihres Wohnzimmers stehen, zeugen von einer weiteren Leidenschaft: Jedes Jahr fährt Bea Zurfluh mit ihrer Familie einige Wochen ins Disneyland Paris.