Esther Guyer
Grüner Fraktionschefin im Zürcher Kantonsrat droht Sanktion

Die Geschäftsleitung des Zürcher Kantonsrats muss Massnahmen gegen die grüne Fraktionspräsidentin Esther Guyer prüfen. Wie die "NZZ am Sonntag" berichtet, hat die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Rats einen Brief an die Geschäftsleitung gerichtet, weil die Grünen des Kantons Zürich vor zehn Tagen mit einem Communiqué vorgeprescht sind.

Merken
Drucken
Teilen
Esther Guyer hat mit dem vorzeitigen Versand einer Mitteilung bezüglich der umstrittenen Trojaner-Beschaffung von Mario Fehr gegen Regeln verstossen. (Archiv)

Esther Guyer hat mit dem vorzeitigen Versand einer Mitteilung bezüglich der umstrittenen Trojaner-Beschaffung von Mario Fehr gegen Regeln verstossen. (Archiv)

Keystone

Noch bevor die GPK ihren Bericht zur umstrittenen Trojaner-Beschaffung von Regierungsrat Mario Fehr veröffentlichte, kritisierte die grüne Fraktionschefin in der Mitteilung deren Arbeit. Mit dem vorzeitigen Versand der Mitteilung habe Guyer gegen Regeln verstossen, ärgerte man sich in der GPK.

Am letzten Donnerstag befasste sich die Kommission mit der Angelegenheit, wie Präsident Daniel Hodel bestätigt. Sie beschloss, die Geschäftsleitung in einem Schreiben auf den Vorfall hinzuweisen. Dem Vernehmen nach standen in der GPK mögliche Massnahmen gegen Guyer zur Debatte. Es wurde etwa die Forderung laut, sie aus der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit des Kantonsrats auszuschliessen. "Wenn sich jemand derart über Vorgaben hinwegsetzt, darf er nicht in einer Aufsichtskommission sitzen", wurde argumentiert.