Noch bevor die GPK ihren Bericht zur umstrittenen Trojaner-Beschaffung von Regierungsrat Mario Fehr veröffentlichte, kritisierte die grüne Fraktionschefin in der Mitteilung deren Arbeit. Mit dem vorzeitigen Versand der Mitteilung habe Guyer gegen Regeln verstossen, ärgerte man sich in der GPK.

Am letzten Donnerstag befasste sich die Kommission mit der Angelegenheit, wie Präsident Daniel Hodel bestätigt. Sie beschloss, die Geschäftsleitung in einem Schreiben auf den Vorfall hinzuweisen. Dem Vernehmen nach standen in der GPK mögliche Massnahmen gegen Guyer zur Debatte. Es wurde etwa die Forderung laut, sie aus der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit des Kantonsrats auszuschliessen. "Wenn sich jemand derart über Vorgaben hinwegsetzt, darf er nicht in einer Aufsichtskommission sitzen", wurde argumentiert.