Dietikon
Grosses Stadtrats-Wahlpodium: Am Schluss blieb nur einer sitzen

Am grossen Stadtrats-Wahlpodium machte sich das Stimmvolk ein genaues Bild der zwölf Kandidaten. Rund 250 Gäste kamen in den Gemeinderatssaal, um die Diskussion zu verfolgen.

David Egger
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Wahlpodium Dietikon
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Bernhard Schmidt (parteilos) sprach sich als einziger Kandidat gegen die Limmattalbahn aus.
Moderiert wurde das Wahlpodium durch Bettina Hamilton-Irvine, Chefredaktorin der Limmattaler Zeitung.
Rund 250 Gäste verfolgten die Podiumsdiskussion vor Ort.

Wahlpodium Dietikon

SEVERIN BIGLER

Ganz zum Schluss des Dietiker Stadtrats-Wahlpodiums demonstrierten elf Kandidaten Einigkeit und standen entschlossen auf: Ein Mann aus dem Publikum hatte alle Befürworter der Limmattalbahn gebeten, aufzustehen. Nur einer blieb sitzen: der Limmattalbahn-Gegner Bernhard Schmidt (parteilos, neu).

Bei vielen anderen Themen war man sich am Podium hingegen nicht einig. Es diskutierten Roger Bachmann (SVP, bisher), Roger Brunner (SVP, bisher), Heinz Illi (EVP, bisher), Sven Johannsen (GLP, neu) , Anton Kiwic (SP, neu), Philipp Müller (FDP, neu), Lucas Neff (Grüne, neu), Martin Romer (parteilos, neu), Rolf Schaeren (CVP, bisher), Reto Siegrist (CVP, neu) und Stephan Wittwer (SVP, neu).

Rund 250 Gäste kamen in den Gemeinderatssaal, um die grosse Podiumsdiskussion zu verfolgen.

Wichtiger als die Politiker ist aber das Volk, um dessen Stimmen die Kandidaten letztlich weibeln. Es war ein guter Aufmarsch im Gemeinderatssaal: Rund 250 Gäste begrüsste Gemeinderat Ernst Joss (AL) im Namen der Interparteilichen Konferenz Dietikon. Das waren rund hundert mehr als beim gleichen Anlass 2014. «Ich denke, jetzt werden Sie sicher richtig wählen», sagte Joss zum Schluss.

Am 4. März ist es so weit: Dann hat das Dietiker Stimmvolk das Wort. Es bestimmt, in welchen Händen die Geschicke der Bezirkshauptstadt in der neuen Legislaturperiode liegen sollen, wenn Stadtpräsident Otto Müller (FDP), Vizestadtpräsident Jean-Pierre Balbiani (SVP) und Hochbauvorsteherin Esther Tonini (SP) nicht mehr dabei sind. Die zwölf Kandidaten gehören sieben Parteien an, zwei sind parteilos. Alle sind Männer.

Der erste Wahl-Appell für 2022

Mit der Chefredaktorin der Limmattaler Zeitung, Bettina Hamilton-Irvine, war aber eine Frau auf der Bühne vertreten. Sie richtete zu Beginn einen Appell an die Frauen im Publikum: «Wenn Sie sich für Dietikon interessieren und sich überlegen, mittelfristig in die Politik einzusteigen, dann haben Sie jetzt mindestens dreieinhalb Jahre Zeit, um diesen Gedanken zu vertiefen.» Für diese Aussage erhielt sie den ersten Szenenapplaus des Abends.

Dass keine Frauen kandidieren, dürfe man aber nicht den zwölf Stadtratsaspiranten vorwerfen. Schliesslich sei es toll, dass so viele Männer sich für Dietikon engagieren wollen, sagte Hamilton-Irvine. Einen ausführlicheren Bericht mit Aussagen aller zwölf Kandidaten lesen Sie in der morgigen Ausgabe.