greater Zürich Area
«Greater Zurich Area» will Aargau zurückgewinnen

Bis Mitte 2011 soll die Standortförderung Greater Zurich Area eine neue Strategie erhalten. Der Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker will so nicht zuletzt den Aargau zurück ins Boot holen.

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Baustelle Greater Zurich Area

Baustelle Greater Zurich Area

Limmattaler Zeitung

Der Kanton Aargau hatte Ende Oktober seine Mitgliedschaft gekündigt.

Der Nutzen für den Aargau liege «weit unter den Erwartungen», hielt der Regierungsrat fest. In den fünf Jahren, in denen der Kanton Aargau Probe-Mitglied bei der Zürcher Standortvermarktung war, hatten sich nur 4 Unternehmen mit insgesamt 12 Arbeitsplätzen durch die Vermittlung der GZA im Kanton Aargau angesiedelt. Dass der Aargau ausgetreten sei, bezeichnete Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker am Montag vor den Medien als bedauerlich. Doch diese Tür sei nicht endgültig geschlossen, sagte der Regierungsrat, der zugleich Stiftungsratspräsident der GZA ist. Früher oder später werde sich der Aargau hoffentlich wieder zur GZA bekennen.

Alleingang nicht denkbar

Besser als ein Alleingang Für Stocker steht ausser Frage, dass die überregionale Zusammenarbeit im Standortmarketing mehr bringt als ein Alleingang - selbst wenn sich eine Firma nicht direkt im Kanton Zürich niederlassen sollte. Der Zürcher Regierungsrat bekenne sich deshalb klar zur GZA - fordere aber gleichzeitig, dass die Aktivitäten der Stiftung besser abgestimmt würden, sagte Stocker. Um effizient arbeiten zu können, müssten die Zuständigkeiten klar geregelt werden. Die GZA soll sich in erster Linie auf die Akquisition, also das konkrete Vermitteln und Anwerben beschränken. Promotionsaktivitäten soll eine andere Organisation übernehmen.

Neustart Mitte 2011

Der Stiftungsrat soll die neue Strategie Mitte 2011 verabschieden. Anschliessend muss der Kantonsrat über einen neuen Rahmenkredit befinden. Für die Zeit des Neuanfangs hat der Regierungsrat einen Übergangskredit von 1,88 Millionen Franken genehmigt. In der Greater Zurich Area sind die Kantone Glarus, Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Zug und Zürich sowie die Städte Zürich und Winterthur vertreten. Grösster Geldgeber ist dabei der Kanton Zürich.