Der Betrag von 30 000 Franken würde eigentlich innerhalb der Finanzkompetenzen des Gemeinderats liegen, sagte Gemeindepräsident Hanspeter Haug. Man habe aber den Stimmbürgern die Möglichkeit zur Stellungnahme geben wollen.

Ohne Gegenstimme genehmigt haben die Stimmberechtigten nach einiger Diskussion auch den Voranschlag - trotz eines stattlichen Aufwandüberschusses von 1,5 Millionen Franken. «Wir müssen für die kommenden Investitionen im Infrastrukturbereich gewappnet sein», sagte Finanzvorsteher Rolf Bärenbold. Er schätzt die Investitionen für die kommenden drei bis fünf Jahre auf rund 10 Millionen Franken. Ausserdem müsse man die stark steigenden Ausgaben im Bereich der sozialen Wohlfahrt berücksichtigen.

Diskutiert wurde über unter anderem über die Notwendigkeit des Abtragens der Parkplatzböschung beim Quartierzentrum Föhrewäldli, wofür 60 000 Franken budgetiert wurden. Kritisiert wurde ausserdem die Anhäufung der Investitionen innert weniger Jahre. Weiter kam die Frage auf, ob die Zuständigen die Kapazität hätten, diese Projekte zu begleiten. Man werde diese Kapazität aufbringen, sagte Gemeindepräsident Haug. «Ein Tag hat schliesslich 24 Stunden.»

Grundwasser liess Kosten steigen

Ohne Gegenstimme gutgeheissen haben die Stimmberechtigten die Kreditabrechnung zur Umgestaltung der Abfallsammelstelle Weiningen-Dorf über rund 135 000 Franken. Ursprünglich sollten sich die Kosten für die neuen unterirdischen Sammelbehälter auf rund 90 000 Franken belaufen. Dieser Kredit hätte innerhalb der Ausgabekompetenz des Gemeinderates gelegen. Weil aber unerwartet Grundwasser in die Baugrube gesickert war, sprach der Gemeinderat in Eigenregie einen zusätzlichen Kredit von 50 000 Franken.

Diskussionslos wurde auch der angepasste Feuerwehr-Zusammenarbeitsvertrag mit Unterengstringen und Oberengstringen verabschiedet. Mit der Anpassung des Vertragswerkes soll unter anderem die Materialbeschaffung der drei Ortsfeuerwehren einheitlich geregelt werden. Die Anpassungen haben keine Folgekosten. Damit haben nun alle drei betroffenen Gemeinden zugestimmt.

Ohne Gegenstimme segneten die Stimmberechtigten die Teilrevision der Zweckverbandsstatuten des Spitalverbandes Limmattal ab, sowie die Anpassung des Stellenplans der Primarschule zwecks Erfüllung der Betreuungspflichten in den Tagesstrukturen gemäss Volksschulgesetz.