Wahlen 2011/ZH
GLP-Präsidentin Moser nach Wahlsieg: «Öko muss nicht Links heissen»

Für Tiana Angelina Moser, Co-Präsidentin der Grünliberalen Partei des Kantons Zürich, ist das Ergebnis ihrer Partei bei den Nachtionalratswahlen nicht überraschend. Die GLP befriedige ein echtes Bedürfnis der Bevölkerung.

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Grünliberal

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«Wir sind in eine Lücke gesprungen», sagte Moser auf Anfrage. In der Zürcher Bevölkerung gebe es schon lange ein grosses Sensorium für Umweltthemen. Es würden deswegen aber längst nicht alle links denken.

Der Fukushima-Effekt sei zwar in den letzten Wochen und Monaten deutlich abgeflaut, er habe aber vielleicht trotzdem dazu geführt, dass einige Wähler grundsätzlich ökologischer geworden seien und zum guten Resultat beigetragen hätten.

Den Vorwurf der inhaltlichen «Wundertüte» lässt Moser nicht gelten. Vor vier Jahren hätten die Wähler tatsächlich nicht wissen können, wofür die GLP stehe. Weil die GLP zudem je nach Thema einmal mit den Linken und einmal mit den Rechten stimme, entstehe vielleicht der Eindruck der Richtungslosigkeit. «Unsere Standpunkte entsprechen aber einer klaren Haltung.»