Gubrist
Gericht stützt eine Gruppe von Beschwerdeführern der Limmattaler Gemeinden

Die aufschiebende Wirkung im Zusammenhang mit dem Ausbau des Gubristtunnels wird nicht aufgehoben, wie es das Bundesamt für Strassen (Astra) verlangt hatte. Dies schreibt das Bundesverwaltungsgericht in einem Zwischenentscheid.

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Ausbau des Gubristtunnels (Archiv)

Ausbau des Gubristtunnels (Archiv)

Keystone

Damit stützt das Gericht eine Gruppe von Beschwerdeführern, zu denen die Gemeinden Weiningen, Geroldswil, Oetwil und die Stadt Dietikon gehören. Sie hatten Einsprache erhoben gegen die Plangenehmigung für den Ausbau der Nordumfahrung Zürich, die das Eidgenössische Departement für Umwelt, Energie und Kommunikation (Uvek) dem Astra am 31. Januar 2012 erteilte.

Darin ging es unter anderem um die von Weiningen gewünschte 270 Meter lange Überdeckung des Gubristportals. Zudem wurden diverse Massnahmen zum Schutz vor Lärm und Luftverunreinigung verlangt.

Das Astra beantragte Anfang Juni, den Beschwerden sei «teilweise die aufschiebende Wirkung zu entziehen». Konkret geht es dabei um den Teilbereich des Gewerbehauses Gubrist, den Bau der dritten Röhre durch den Gubrist sowie die Spurerweiterung auf zweimal drei Fahrstreifen zwischen dem Ostportal und dem Anschluss Zürich Nord.

Detailplanung fehlt

Die Gemeinde Weiningen, die immer betont hat, ihre Forderung nach einer Überdeckung des Portals verzögere den Bau der dritten Röhre nicht wesentlich, bekommt nun Rückendeckung vom Bundesverwaltungsgericht.

Dieses schreibt nämlich, es liege bisher kein «Verzögerungsschaden» vor, wie das Astra behauptet. Denn zurzeit stehe dem raschen Ausbau der Nordumfahrung Zürich «nicht in erster Linie die aufschiebende Wirkung» im Weg, sondern vielmehr die notwendige, noch fehlende Detailplanung.Insgesamt bewirke die aufschiebende Wirkung aus den Beschwerden dem Astra «aus heutiger Sicht keinen Nachteil». (BHI)