Spreitenbach
Gemeinde spart Energie für ein besseres Image

«Jeder kann etwas machen, um Energie zu sparen», sagt der Spreitenbacher Gemeindeammann Josef Bütler. Denn das Label Energiestadt, das Spreitenbach weiterhin tragen darf, ist letztlich eine Verpflichtung für jeden Einwohner.

Dieter Minder
Merken
Drucken
Teilen
Für Bütler ist diese ebenso ein Puzzle im Gesamtbild Energiestadt Spreitenbach wie die Limmattalbahn. «An der Gemeinde liegt es nun, zu deren Haltestellen gute Fuss- und Veloverbindungen anzulegen.»

Für Bütler ist diese ebenso ein Puzzle im Gesamtbild Energiestadt Spreitenbach wie die Limmattalbahn. «An der Gemeinde liegt es nun, zu deren Haltestellen gute Fuss- und Veloverbindungen anzulegen.»

Energiebewusstes verhalten heisse, in nicht benutzten Zimmern das Licht zu löschen, seine Freizeitaktivitäten so zu gestalten, dass man kein Auto brauche oder abends den Computer abzuschalten. «Unser Aufruf dazu ist aber nicht nur auf Zustimmung gestossen», sagt Josef Bütler.

Umwelt-Arena in der Energiestadt

«Mit der Rezertifizierung ist es uns nicht nur gelungen, den bisherigen Standard zu halten, sondern diesen zu verbessern», sagt Bütler. Die Gemeinde hatte im Verfahren 268 von möglichen 476 Punkten erreicht. Bütler schränkt zwar ein: «Materiell bringt uns das Label nicht viel, aber für das Image von Spreitenbach als Wohn- und Industriestandort ist es sehr wichtig.» Die Absicht, Spreitenbach als energiebewusste Gemeinde zu etablieren, wird mit dem Bau der Umwelt-Arena unterstrichen.

Für Bütler ist diese ebenso ein Puzzle im Gesamtbild Energiestadt Spreitenbach wie die Limmattalbahn. «An der Gemeinde liegt es nun, zu deren Haltestellen gute Fuss- und Veloverbindungen anzulegen.» Gerade in diesem Zusammenhang attestiert der Kanton der Gemeinde Spreitenbach «Fortschritte in der Energie- und Verkehrsplanung».

Ökologie muss zahlbar bleiben

«Als Gemeinderat müssen wir das Thema Energiesparen mit Vernunft behandeln», sagt Bütler. Als Beispiel erwähnt er die Turnhalle Haufländli: «Wir haben einiges in die Sanierung investiert, um den ursprünglich geplanten Minergiestandard zu erreichen.» Nur, am Hallenboden ist das Vorhaben gescheitert, er ist noch in einem so guten Zustand, dass es unverantwortlich gewesen wäre, ihn jetzt schon zu ersetzen.

Erstmals wurde Spreitenbach 2007 das Label Energiestadt verliehen. «Wir hatten dazu die heute noch existierende Energiekommission gegründet», sagt Bütler. Sie besteht aus Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommission, der Werkkommission, der Natur- und Umweltschutzkommission, dem Bauverwalter und wird von Gemeindeammann Bütler präsidiert. Die Kommission hat die Hauptlast der Rezertifizierung getragen, unterstützt wurde sie von einem Energiefachmann.