Limmattal
Gegner der Limmattalbahn wollen zweite Etappe verhindern

Obwohl das Zürcher Stimmvolk im November 2015 deutlich Ja zur geplanten Limmattalbahn sagte, lancieren Gegner nun eine Unterschriftensammlung gegen die Bauetappe zwischen Schlieren und Spreitenbach.

Merken
Drucken
Teilen
Limmattalbahn Bahnhof Dietikon

Limmattalbahn Bahnhof Dietikon

Auf den Bau der zweiten Etappe der Limmattalbahn von Schlieren über Dietikon bis Killwangen-Spreitenbach soll der Kanton Zürich verzichten: Gegner der Stadtbahn haben eine entsprechende Volksinitiative lanciert.

Die Zürcher Direktion der Justiz und des Innern hat den Titel und den Text der Initiative nach einer Vorprüfung am Freitag im Amtsblatt publiziert: Damit verbleibt dem Initiativkomitee nun ein halbes Jahr Zeit, um die erforderlichen 6000 Unterschriften zusammenzubringen.

Das Komitee besteht aus lokalen Gegnern der Bahn sowie aus SVP-Kantonsrat Hans-Peter Amrein (Küsnacht) und dem ehemaligen SVP-Kantonsrat Lorenz Habicher (Zürich). Es verlangt, dass auf die zweite Limmattalbahn-Etappe verzichtet wird. Der entsprechende kantonale Staatsbeitrag soll aufgehoben werden.

Im November 2015 haben die Zürcherinnen und Zürcher einem Kredit über 510 Millionen für den Bau der Limmattalbahn vom Bahnhof Zürich-Altstetten nach Schlieren über Dietikon nach Killwangen-Spreitenbach mit einem Ja-Stimmenanteil von 64,45 Prozent zugestimmt. Im Bezirk Dietikon wurde die Vorlage hingegen mit einem Nein-Stimmenanteil von 54 Prozent verworfen.

Vorgesehen ist, dass in einer ersten Bauetappe die Zürcher Tramlinie 2 nach Schlieren verlängert wird, in einem zweiten Bauschritt soll die Limmattalbahn mit der Verlängerung in Aargau fertiggestellt werden.