Schlieren

Gefährliche Manöver führten zur Sperrung der Spur — Regierungsrat äussert sich zur Gaswerkbrücke

Die dritte Spur der Gaswerkbrücke bleibt vorerst gesperrt

Die dritte Spur der Gaswerkbrücke bleibt vorerst gesperrt

Für rund 10 Millionen Franken wurde die Gaswerkbrücke in Schlieren verstärkt und auf drei Spuren ausgebaut. Doch die dritte Fahrspur der Bernstrasse, die über die Brücke verläuft, ist derzeit noch abgesperrt.

Dabei handle es sich um einen Schildbürgerstreich, konstatierten die drei SVP-Kantonsräte Pierre Dalcher (Schlieren), Hans-Peter Amrein (Küsnacht) und Lorenz Habicher (Zürich) in ihrer Anfrage an den Regierungsrat. Die drei monieren auch, dass die Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke von 80 auf 60 reduziert wurde: «Damit wird ein Teil der Kapazitätserweiterung wieder zunichtegemacht.» Nun liegt die Antwort des Regierungsrates vor.

Die Gaswerkbrücke sei im Rahmen des Baus der Limmattalbahn saniert und verbreitert worden. Die Arbeiten haben zum Ziel, den motorisierten Individualverkehr von der Zürcher- und Badenerstrasse auf die Bernstrassen und somit weg vom Schlieremer Stadtzentrum zu lenken. Zahlreiche Strassen und Kreuzungen im Limmattal wurden oder werden noch ausgebaut. «Für die gesamte Bernstrasse gilt eine einheitliche Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde, da der Verkehr so flüssiger und mit höherer Leistung abgewickelt werden kann», schreibt der Regierungsrat in seiner Antwort. Zudem werde damit die Verkehrssicherheit erhöht und das Einfädeln aus Nebenstrassen auf die Bernstrasse erleichtert. «Leistungsbestimmend sind die Knoten entlang der Bernstrasse, mit deren Ausbau die Kapazität des Limmattaler Strassennetzes erhöht wird», heisst es weiter.

Nach mehreren Wechseln bleibt es bei Tempo 60

Bereits mehrmals wechselte die Höchstgeschwindigkeit auf der Gaswerkbrücke – dem rund 500 Meter langen Abschnitt der Bernstrasse. Die früher üblichen 80 Kilometer pro Stunde wurden erst auf 60 Kilometer pro Stunde reduziert. Zwischenzeitlich musste wieder auf 80 erhöht werden, nun gelten jedoch wieder die 60 Kilometer pro Stunde. Der Grund für diese Wechsel war ein Fehler der Stadt Schlieren. Diese verlangte die Temporeduktion, versäumte es aber im vergangenen Jahr, diese Anordnung öffentlich zu publizieren, was im Frühjahr dieses Jahres getan wurde. Somit ist das aktuelle Verkehrsregime rechtens. Bezüglich der Sperrung des dritten Fahrstreifens verweist der Regierungsrat auf Sicherheitsbedenken. So führe das grosszügige Erscheinungsbild der Strasse zu gefährlichen Überholmanövern und überaus hohen Geschwindigkeitsübertretungen. Daher habe die Kantonspolizei um die zeitlich begrenzte Sperrung des rechten Fahrstreifens ersucht, die Anfang April dieses Jahres umgesetzt wurde. «Sobald die beiden Knoten Engstringerstrasse und Gasometer fertiggestellt sind, wird die dritte Fahrspur für den Verkehr freigegeben», so der Regierungsrat.

Warum die Erweiterung und Sanierung der Gaswerkbrücke derart viel früher realisiert wurde als jene der umliegenden Knotenpunkte, begründet die Regierung mit den Einsprachen, die eingegangen sind: «Der lange Realisierungszeitraum für die beiden Knoten Engstringerstrasse und Gasometer waren nicht absehbar. Die vorgezogene Erstellung der Gaswerkbrücke war aber geplant.»

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