Der Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann konnte sich beim Spatenstich noch nicht wirklich vorstellen, wie auf der Allmend elf verschiedene Gärten entstehen sollen. Das war Ende November 2018. Seither ist einiges passiert auf dem 50 mal 50 Meter grossen Grundstück. So konnte Bachmann am Freitagabend gemeinsam mit Daniel Spalinger und Ernst Affentranger vom Gärtnermeisterverband des Kantons Zürichs und Daniel Fischer, Leiter der Sektion Biosicherheit beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel), die Gartenausstellung offiziell eröffnen.

Unter dem Titel «(G)Artenvielfalt – ohne invasive Neophyten» zeigen verschiedene Gartenfirmen des Verbands, wie ohne den Einsatz von gebietsfremden, schädlichen Pflanzen attraktive Gartengestaltung betrieben werden kann. Damit soll auf die Biodiversität aufmerksam gemacht und es sollen einheimische Lösungen gegen invasive Neophyten aufgezeigt werden. Einen weiteren Raum gestalten Lernende und dieser wird erst mit der Zeit fertig. So erhält man einen Einblick in den Beruf des Landschaftsgärtners.

Lernen mit dem Globi-Parcours

Am Samstagmorgen öffnet die Ausstellung ihre Tore für alle Besucherinnen und Besucher bis im November 2020. Dass alle Gärten auch wirklich auf dieses Wochenende fertiggestellt werden konnten, freut Ernst Affentranger umso mehr, da sich das Datum schnell als ein sportliches Ziel herausstellte. Zudem wurden Teile der (G)Artenvielfalt noch während dem Aufbau von Vandalen verwüstet. Dieser Vandalismus sei aufs Schärfste zu verurteilen und die Täter seien zur Rechenschaft zu ziehen, sagte der Dietiker Stadtpräsident. Er hoffe vielmehr, dass die Gartenräume Jung und Alt verbinden und den Auswärtigen ein grüneres Bild von Dietikon bieten. «Es ist ein generationenübergreifendes Projekt, das zum Verweilen einlädt», sagte Bachmann.

Damit auch die jüngeren Besucherinnen und Besucher an der Ausstellung etwas lernen können, wurde ein Globi-Parcours aufgestellt. Mithilfe von zehn auf dem Areal verteilten Kisten soll so spielerisch das Thema der invasiven Neophyten vermittelt werden. Laut Affentranger haben sich bereits erste Schulreisen angemeldet, um mit dem Globi-Parcours etwas über Biodiversität zu lernen. Biodiversität steht auch bei Manja Van Wezemael an erster Stelle. Die Umweltexpertin der Stiftung Natur und Wirtschaft vergibt Labels für Gärten, die besonders wertvoll für die Natur und die Biodiversität sind. So zeichnete sie auch an der (G)Artenvielfalt alle elf Räume als «Garten der Zukunft» aus und betonte, dass die Artenvielfalt unsere Lebensgrundlage darstellt.