Theater

Galaktischer Besuch in Weiningen: In der Oberstufenschule ist ein Raumschiff gelandet

Im Theaterstück «Verrückt, diese Irdlinge» landet ein Ausserirdischer mit seinen Schülern auf der Erde. Was er hier vorfindet, gefällt ihm gar nicht.

«Die Irdlinge haben viel auf dem Kopf, dafür weniger im Kopf», lautet das Resümee der Ausserirdischen, nachdem sie die Exkursion auf der Erde in einen Schönheitssalon geführt hat. Diese Szene stammt aus dem unterhaltsamen, aber auch gesellschaftskritischen Schauspiel «Verrückt, diese Irdlinge» von Franzi Klingelhöfer, das an der Oberstufenschule Weiningen aufgeführt wird. In dem Theaterstück reist ein Ausserirdischer mit seinen Schülern auf die Erde, um ihnen den Planeten und seine Bewohner zu zeigen. Bei einer Zeitreise stellen sie fest, dass die Erdbewohner über die Jahre nicht viel aus ihren Fehlern dazu gelernt haben. Deshalb findet am Ende des Stücks eine Art kultureller Austausch statt. Die Schüler bleiben zwecks weiterer Studien auf der Erde und einige Irdlinge steigen zum Lehrer ins Raumschiff, um von der ausserirdischen Philosophenschule zu lernen.

«Das Stück haben wir einerseits wegen des spannenden und aktuellen Themas ausgewählt, andererseits hat es einen zentralen Protagonisten, der wie jedes Jahr vom Geschichtslehrer Peter Nef gespielt werden kann», sagt Luzius Rohner, der Deutsch unterrichtet und beim Theater Regie führt. Bereits seit über zehn Jahren realisieren die beiden verschiedene Theaterstücke an der Oberstufenschule Weiningen. Von Jahr zu Jahr können sie aufs Neue Schülerinnen und Schüler dafür gewinnen, mitzuspielen. «In diesem Jahr sind es erfreulicherweise sogar noch einige mehr als in den letzten Jahren.»

Äusserst motivierte Schüler

Da die Schülerinnen und Schüler aus der zweiten und dritten Oberstufe freiwillig an dem Theaterprojekt teilnehmen, fanden die Proben jeweils am Mittwochnachmittag statt. «So gab es immer wieder Abwesenheiten, etwa weil sie ein Vorstellungsgespräch hatten oder sonstige wichtige Termine wahrnehmen mussten», sagt Rohner. Dementsprechend war er vor der ersten Aufführung vor Schülerpublikum auch ein wenig nervös. «Die Schülerinnen und Schüler sind zwar äusserst motiviert, doch tragen sie auf der Bühne auch eine gewisse Verantwortung für das Stück. Ich bin mir nicht sicher, ob das allen bewusst ist.» So versammelt er seine Darstellerinnen und Darsteller kurz vor Beginn der Vorführung nochmals und erinnert sie daran, dass sie Spass auf der Bühne haben sollen, aber auch mit einer gewissen Disziplin an die Sache herangehen müssen.

«Freue mich auf die Premiere»

Nachdem der Vorhang gefallen ist und das Publikum den Saal verlassen hat, zieht Nef eine durchzogene Bilanz. «Bis zur Discoszene hat es eigentlich sehr gut geklappt, aber dann waren sie vermutlich zu gehemmt, um auf der Bühne zu tanzen», sagt er. Dies liege sicherlich auch am Publikum, das aus Mitschülerinnen und Mitschülern bestand. «Teilweise sprechen sie noch zu leise», fügt Rohner an. Doch er gibt sich zuversichtlich. «Es wird zwar eine Herausforderung, aber bis zur Premiere können wir das sicherlich noch verbessern.» Das sieht der 14-jährige Agit Can, der bei dem Theater mitspielt, ebenfalls so: «Wir müssen uns noch ein wenig besser organisieren und kleinere Fehler beheben. Grundsätzlich bin ich aber zufrieden mit dem Auftritt und freue mich auf die Premiere.»

Autor

Sebastian Schuler

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