Wochenlang hat sich der Vorstand des Familienzentrums Schlieren (FZS) für das Frühlingsfest vorbereitet. Nur das Wetter ist nicht planbar. Und genau dieses machte den Veranstaltern arg zu schaffen. Praktisch ununterbrochen regnete es, sodass alle im Freien geplanten Aktivitäten ins Trockene verlegt werden mussten. Caterina Autiero, Präsidentin des Elternvereins Schlieren (EVS) sagt: «Bei den ersten zwei Austragungen hatten wir herrliches Wetter. Natürlich sind wir jetzt enttäuscht, dass das Wetter nicht mitspielt. Aber einzig den Spieleparcours mussten wir absagen.»

Airbrush-Tatoo mit Fruchtaroma

Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit selbst gebackenem Brot und selbst gemachter Konfitüre wartete auf die Besucher, die sich vom Wetter nicht beirren liessen. Genau wie die Kinder, die sich ausgelassen in der Spielecke oder am Spielzeug-Flohmarkt unter dem Dach vergnügten.

Viel Betrieb herrschte auch bei Nathalie Arando aus Zürich. Bei ihr konnte man für fünf Franken ein Airbrush-Tatoo sprayen lassen. «300 verschiedene Sujets stehen zur Auswahl und werden mittels Schablone auf die Haut gespritzt», erklärt Arando. Vor zwei Jahren hat die 36-jährige Zürcherin diese Kunst in Fuerteventura entdeckt und als Pionierin in die Schweiz gebracht. «Die Farben stammen aus den USA, sind wasserfest und ähnlich jenen für Bodypainting», sagt Arando. Beim Aufsprühen kribbelt es auf der Haut, es wird kühl und je nach Farbe riecht man verschiedene Fruchtaromen.

Kunterbuntes Programm

Den Kindern wurde es beim Frühlingsfest nicht langweilig. Sie wurden beim Kasperlitheater unterhalten oder bastelten einen Stock höher für den Muttertag ein schönes Blumengesteck. Und damit die Frisur perfekt sitzt, kam am Nachmittag extra eine Coiffeuse vorbei.

«Mit dem Frühlingsfest möchten wir auch auf unsere anderen Aktivitäten aufmerksam machen», erklärt Caterina Autiero vom EVS. Im Café Zebra, dem Herzstück des Familienzentrums, können sich Eltern austauschen, während die Kinder ausgelassen spielen. Und einmal pro Monat steht am Mittwochnachmittag eine besondere Veranstaltung auf dem Programm. Nebst drei üblichen Spielgruppen bietet das FZS auch eine Spielgruppe-Plus an, die von Catarina Autiero und Priska Randegger geleitet wird. «Dort können die Kinder ihre Deutschkenntnisse verbessern», erklärt Autiero. Dafür erhielt das FZS von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich auch schon eine Auszeichnung.

Seit diesem Jahr erhält das FZS von der Schule Schlieren eine finanzielle Unterstützung, um das Sprachprogramm-Angebot weiter zu optimieren, an dem zurzeit etwa 30 Kinder teilnehmen.

Aufmerksamkeit für Deutschkurse

In Zukunft möchte das FZS auch die Eltern besser in dieses Projekt einbinden, aber auch dass die Deutschkurse für Frauen mehr Aufmerksamkeit erhalten. «Ich wäre als Kind froh gewesen, hätte es solche Angebote bereits in den 1970er-Jahren gegeben. Deutschkurse sind nicht nur für Sprachkenntnisse, sondern auch für Integration, Akzeptanz und Toleranz ein wertvoller Dienst», sagt Caterina Autiero.