Der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G läuft in der Schweiz auf Hochtouren. Swisscom, Sunrise und Salt erhielten im Februar den Zuschlag für 5G-Mobilfunkfrequenzen in der Auktion des Bundesamts für Kommunikation (Bakom). Insgesamt 380 Millionen Franken investierten die Netzbetreiber in die Rechte für die nächsten 15 Jahre. Die Swisscom verspricht auf ihrer Website, 5G bis Ende 2019 mindestens 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Telekom-Marktführerin listet aktuell 101 Ortschaften auf, die bereits erschlossen sind. Aus dem Limmattal sind Dietikon, Ober- und Unterengstringen dabei.

Bei Sunrise heisst es auf Anfrage etwas vage, bis Ende 2019 werde 5G in allen Regionen der Schweiz angeboten. In 248 Ortschaften erreicht das 5G-Netz laut Website potenziell bereits 80 Prozent der Bevölkerung. Im Limmattal sind bisher Dietikon, Oetwil, Unterengstringen, Urdorf und Weiningen erschlossen. Salt äussert sich noch gar nicht zu seinen Ausbauplänen. Eine Sprecherin sagt, die Einführung der 5G-Technologie sei für die zweite Jahreshälfte geplant. Alles Weitere werde zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. 

Alle 5G-Antennen im Limmattal und in unmittelbarer Umgebung. (Klicken Sie auf die Karte, um alle Standorte zu sehen)

Alle 5G-Antennen im Limmattal und in unmittelbarer Umgebung. (Klicken Sie auf die Karte, um alle Standorte zu sehen)

Bei Nachfragen zu Standorten und Ausbauplänen halten sich auch Swisscom und Sunrise bedeckt und verweisen auf die allgemeinen Strategien sowie online abrufbare Netz-Abdeckungskarten. Das Bakom zeigt auf einer Karte alle Standorte von Sendeanlagen. Dort wird ersichtlich, dass im Zürcher Limmattal bisher fünf Antennen mit der 5G-Technologie ausgerüstet sind (siehe Karte rechts). Nur diejenige an der Badenerstrasse in Dietikon steht in einem Wohngebiet. Eine Weitere befindet sich im Industriegebiet Silbern an der Grenze zu Spreitenbach. Zwei Antennen stehen in Birmensdorf, bei der Kaserne Reppischtal und im Industriegebiet Ristet. Und eine beim Gubristportal in Weiningen. An Grenze zu Schlieren und Oberengstringen befinden sich drei 5G-Antennen auf Stadtzürcher Boden – von insgesamt 34 in Zürich. Zu den Antennen sind auf der Karte nur technische Informationen ersichtlich. Von welchen Anbietern sie betrieben werden, bleibt unklar.

Bisher ist erst ein kleiner Teil aller betriebenen Mobilfunk-Antennen mit dem neuen Standard ausgerüstet. Alleine in Aesch stehen vier Antennen, die für 3G und 4G genutzt werden. Im Limmattal befinden sich insgesamt dutzende Antennen, um eine gute Netzabdeckung sicherstellen.