Dietikon

Feuerwehr rückt während eigener Feier zum Einsatz aus

Mitten in die Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeugs an die Stützpunktfeuerwehr Dietikon platzte ein dringender Einsatzbefehl. Mit Blaulicht und Sirene rückten die Männer zu einem schweren Autounfall in Birmensdorf aus.

Die Feierlichkeiten zur Übergabe des neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF) an die Feuerwehr Dietikon waren in vollem Gange: Die Tambouren der Stadtjugendmusik Dietikon empfingen das neue Fahrzeug mit Trommelwirbel, und gegen 500 Zuschauer lauschten den Worten von Sichheitsvorstand Heinz Illi. Sekunden später sollte symbolisch der Schlüssel an Kommandant Roland Graf übergeben werden, als bei einigen Feuerwehrleuten und später im Publikum Hektik ausbrach. Da und dort hörte man ein Piepsen, und aus dem Depot ertönte ein Alarm. Die Stützpunktfeuerwehr Dietikon musste ausrücken, denn in Birmensdorf ereignete sich ein schwerer Autounfall.

Einsatzbereitschaft muss gewährleistet sein

In Windeseile wurden die schweren Geräte im Pionier-Fahrzeug verstaut, die Läden dichtgemacht, und mit Blaulicht und Sirene ging es an den Unfallort. «Auch bei Feierlichkeiten muss die Einsatzbereitschaft jederzeit sichergestellt sein», sagte Kommandant Roland Graf. Nicht einmal ein Hollywoodregisseur hätte diese Dramaturgie besser in Szene gesetzt.

Der kurze Unterbruch tat der Stimmung keinen Abbruch, im Gegenteil. Denn die Zuschauer erlebten live, wie sich die mutigen Feuerwehrmänner in ihre orangefarbenen Gewänder stürzten, ihr schweres Schuhwerk schnürten und zu Lebensrettern mutierten.

Optimale Feuerbekämpfung

Als ob nichts geschehen wäre, setzte Stadtrat Heinz Illi später seine kurze Ansprache dort fort, wo ihn der Alarm unterbrach. Nun steht also im Fuhrpark der Feuerwehr Dietikon ein neues TLF, das nicht nur dem neusten Stand der Technik entspricht, sondern auch mit revolutionären Elementen glänzt. «Der automatische Lift, seitlich am Fahrzeug, klappt die Leitern automatisch herunter. Das bedeutet eine grosse Zeitersparnis», erklärt Kommandant Roland Graf. Zweimal 100 Meter Schlauch für Schnellangriffe ermöglichen eine optimale Feuerbekämpfung dank einem 2500 Liter fassenden Wassertank. Und eine 360-Grad-LED-Beleuchtung bringt in der Dunkelheit genügend Licht rund um das Fahrzeug.

Für einen Anschaffungspreis von 500 000 Franken, der zur Hälfte von der Gebäudeversicherung Zürich und der Stadt Dietikon finanziert wurde, steht der Feuerwehr Dietikon nun die neuste Technologie zur Verfügung. «Die Unterhaltskosten für das alte Fahrzeug waren einfach zu hoch», ergänzt Kommandant Graf.

Imposante Autodrehleiter

Auch die anderen Einsatzfahrzeuge durften von den Zuschauern genaustens unter die Lupe genommen werden. Die kleinsten Besucher waren besonders von der imposanten Autodrehleiter (ADL) fasziniert. Nebst einem geführten Rundgang demonstrierten Feuerwehrangehörige die fatalen Folgen, wenn brennendes Öl mit Wasser gelöscht wird. Und die Pioniergruppe zeigte später den Umgang mit Schneidgerät und Spreizer, wo auch Selbstversuche möglich waren.

Besonders die Übung mit der ADL war höchst interessant, als eine junge Frau nach einem Schwächeanfall von der Terrasse des Stadthauses evakuiert werden musste. «Wenn man wirklich Hilfe braucht, ist man über so moderne Technik sehr dankbar. Für mich war es ein cooles Erlebnis, die Stadt Dietikon hoch über den Dächern für einmal aus der Vogelperspektive zu sehen», meinte Figurantin Fabiola Buschor lachend.

Die eine oder andere Schweissperle hatte auch das Grill-Team, denn bei der Verpflegung herrschte meistens Hochbetrieb. Grillwürste oder Steaks und Pommes frites für die Kinder waren Dauerrenner. Auch gute Kuchen und Torten standen im Angebot, die den Besuch bei der Feuerwehr Dietikon zusätzlich versüssten.

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